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Ford S-Max und Ford Galaxy: Feel the Difference |
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Wednesday, 10. May 2006 |
 | | Ford S-Max. Foto: ar/Ford | | |
 | | Ford S-Max. Foto: ar/Ford |
 | | Ford Galaxy. Foto: ar/Ford |
 | | Ford Galaxy. Foto: ar/Ford |
 | | Ford Galaxy. Foto: ar/Ford |
Der neue Ford Galaxy sei ein Eigengewächs, betonte der Ford Deutschland Marketingchef Jürgen Stackmann. In Köln ist man offensichtlich froh, die Phase überwunden zu haben, in der man den Ford Galaxy außen nur an Markenzeichen und Schriftzug vom Volkswagen Sharan unterscheiden konnte. Solche Sünden der anfangs viel gelobten Plattformstrategie haben sich erledigt. Ford und andere sprechen heute von Modulen, aus denen man völlig unterschiedliche Fahrzeuge komponieren könne. Der neue Ford Galaxy und der Ford S-Max sollen nun den Beweis antreten, dass man mit Gleichteilen sowohl ein Multi Purpose Vehicle (MPV) als auch einen sportiven Van bauen kann.
Der Galaxy soll den klassischen MPV-Kunden zum Ford-Händler bringen, der viel Raum und auch eine dritte Sitzreihe nutzen kann. Der S-Max zielt auf den heutigen Kombi-Fahrer. Ford ist davon überzeugt, zwei Fahrzeug mit den gleichen Komponenten, aber unterschiedliche Charakteren auf den Markt gebracht zu haben. Von dieser Überzeugung und von dem neuen Slogan "Feel the Difference" fühlten wir uns dazu herausgefordert, den Unterschied zwischen beiden Fahrzeugen zu fühlen.
Trotz der gemeinsamen Design-Elemente der neuen, "Kinetic Design" genannten Ford-Linie werden die Unterschiede äußerlich deutlich: Der Galaxy kommt höher und kastenförmiger daher, ohne massig oder gar klobig zu wirken. Der S-Max ist nicht nur niedriger und runder, er gibt sich mit seiner von vorn bis hinten gestreckteren Linienführung deutlich rasanter. Dennoch sieht man ihm schon von außen an, dass seine Insassen bestimmt nicht unter Platz- oder Raummangel leiden.
Raum ist natürlich das wesentliche Argument für den rund 2000 Euro über dem S-Max angesiedelten Galaxy. 31 Staufächer bis unters Dach sind ein Argument, das kinderreiche Familien sicher gern hören wie den Hinweis, dass die dritte Sitzreihe zur Serienausstattung gehört. Alle Sitze der Reihe zwei und drei lassen sich schnell und ohne großen Kraftaufwand zu einer ebenen Ladefläche wegklappen. Aus dem Kleinbus für die Tennismannschaft der Junioren wird so ein außerordentlich geräumiger Transporter für den späteren Umzug in die Studentenbude. Voll bestuhlt bleiben zudem mindestens 308 Liter Gepäckvolumen, maximal stehen 2325 Liter zur Verfügung. Die zusätzlichen Staufächer schlucken weitere 110 Liter.
Eine dritte Sitzreihe kann man auch für den S-Max bestellen. Dort kostet sie allerdings 775 Euro Aufpreis, lässt sich aber ebenso versenken wie beim Galaxy. Allerdings bleibt beim S-Max hinter der dritten Reihe nicht mehr übermäßig viel Raum für Gepäck. Mit einer Höhe von 1658 Millimeter ist der S-Max 106 Millimeter niedriger und mit 4768 Millimeter Länge um 52 Millimeter kürzer als der Van-Bruder Galaxy. Er bietet ein Ladevolumen von bis zu 2000 Litern. Bei voller Bestuhlung bleiben 285 Liter übrig. Zusätzliche Staufächer nehmen weitere 90 Liter auf.
Bei der Ausstattung der drei Varianten Ambiente, Trend und Ghia lassen sich Unterschiede kaum feststellen. Die ist auch schon beim Ambiente (Galaxy ab 26 350 Euro und S-Max ab 24 635 Euro) recht komplett bis hin zur Klimaanlage. Parallelen finden sich auch bei den Motoren. Der Zwei-Liter-Benzinmotor mit 107 kW (145 PS) und Fünf-Gang-Schaltung findet sich ebenso in beiden Modellreihen wie die beiden Zwei-Liter-Diesel mit entweder 96 kW (130 PS) oder 103 kW (140 PS), beide mit Sechs-Gang-Getriebe. Dem Galaxy ist der 1,8 Liter Diesel mit 74 kW (100 PS) und Fünf-Gang-Getriebe vorbehalten, dem S-Max der Fünf-Zylinder-Benziner mit 2,5 Litern Hubraum162 kW (220 PS), natürlich ebenfalls mit Sechs-Gang-Handschalter.
Der S-Max beschleunigt mit gleichem Motor ein paar Zehntel besser und erreicht ein paar km/h mehr bei der Höchstgeschwindigkeit. Beim Zwei-Liter-Diesel mit 103 kW erreicht der S-Max die 100-km/h-Marke nach 10,2 Sekunden; der Galaxy braucht drei Zehntel länger. Die Höchstgeschwindigkeit beim S-Max beträgt mit diesem Motor 196 km/h, beim Galaxy 193 km/h. Der Verbrauch liegt bei beiden im Schnitt bei etwas über acht Litern Diesel. Die Spitzenwerte erreicht natürlich der große Benziner im S-Max mit 7,9 Sekunden und 230 km/h. Sein Durchschnittsverbrauch liegt bei 9,4 Liter Super.
Deutlich fallen die Unterschiede im Innenraum aus. Beide haben zwar eine erhöhte Sitzposition zu bieten, aber die Passagiere erleben einen unterschiedlichen Charakter. Während es beim Galaxy Ghia etwas konservativer zugeht und Holz als schmückendes Element verwendet wird, gibt der S-Max Ghia sich sportiver mit schwarzer, sachlicher Eleganz und schmückenden Akzenten aus Chrom, gebürstetem Alu und silbern lackiertem Kunststoff. Beide Innenräume wirken in sich schlüssig und verströmen den Hauch von Premium, auf den sich Ford so gern beruft, wenn das Unternehmen von der Preiswürdigkeit seiner Modelle spricht.
Beim Fahrverhalten fallen die Unterschiede deutlich aus. Der Galaxy ist wesentlich weicher gefedert, ohne in Kurven ins Wanken zu kommen oder den Eindruck von fehlender Fahrwerkdynamik zu erwecken. Der S-Max liegt härter, aber nicht unkomfortabel und zeigt bei hohen Geschwindigkeiten den besseren Geradeauslauf. Windgeräusche stören nicht, und auch die Seitenwindempfindlichkeit fällt nicht ins Gewicht.
Welcher ist nun das bessere Fahrzeug aus dem Ford-Baukasten? Die einen sagen so, die anderen so. Marketing-Chef Stackmann rechnet jedenfalls damit, dass sich etwa zwei Drittel der Käufer für den S-Max entscheiden werden. Der kommt in der Tat dem heutigen Ideal des dynamischen Autos näher als der Galaxy. Er wirkt insgesamt jünger und offensiverf. Aber Galaxy ist eben galaktisch groß. Außerdem vermittelt er ein anderes Gefühl - das angenehme Gefühl, für unglaublich viele Gelegenheit richtig und angenehm motorisiert zu sein. (ar/Sm)
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