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Wildwechsel im Herbst: Unfallrisiko wächst |
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Friday, 23. September 2005 |
Das Problem liegt nach Angeben des Clubs in der Natur der Tiere: „Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere nehmen wegen ihres begrenzten Sehvermögens Fahrzeuge mit über 70 Stundenkilometer nicht mehr wahr.“ Bereits ein relativ kleines Tier wie ein Hase, der gegen ein 100 Kilometer pro Stunde schnelles Auto prallt, erzeugt demnach einen Druck von 125 Kilogramm. Ein 20 Kilogramm schweres Reh entwickelt sogar ein Aufschlaggewicht von einer halben Tonne. Entsprechend hoch ist die Gefahr für die Passagiere im Fahrzeug.
Nach einem Wildunfall können sich Autofahrer nicht auf fehlende Beschilderung berufen, betonte der Club unter Berufung auf ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Coburg (Urteil vom 24. 4. 2001, Az: 11 O 722/00). Bestätigungen über Schäden am Auto stellen nach Angaben des Clubs Jagdpächter oder Polizeibeamte aus. Der Schaden muss innerhalb von sieben Werktagen der Kaskoversicherung gemeldet werden. Wer überfahrene Tiere als willkommenen Wildbraten mitnimmt, macht sich der Wilderei schuldig und kann bestraft werden. (ar/slp) |