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Service: Wie verhalte ich mich richtig im Stau? |
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Wednesday, 14. June 2006 |
 | | Vorsicht am Stauende. Foto: ar/Conti/GP | | |
 | | Im Stau muss eine Rettungsgasse gemacht werden. Foto: ar/Mercedes/GP |
 | | Stauberater vom ADAC. Foto: ar/ADAC |
Unfälle, Baustellen oder das hohe Verkehrsaufkommen führen dazu, dass die Fahrt in den Urlaub oft mit kilometerlangen Staus beginnt. Dadurch kann die Reise zu einem nervenaufreibenden Trip werden. Die Sachverständigen von DEKRA haben einige Hinweise genannt, wie das richtige Verhalten ist, wenn der Verkehr stockt, und wie dazu beitragen werden kann, dass es erst gar nicht so weit kommt.
Eine gründliche Planung vor Fahrtantritt ist die beste Versicherung gegen den Frust im Stau. Nach Möglichkeit nicht an einem Freitag, Samstag oder exakt zu Ferienbeginn in einem größeren Bundesland in den Urlaub starten. Besser ist es ein, zwei Tage später oder früher den Urlaub zu beginnen.
Unentbehrlich sind aktuelle Straßenkarten. Selbst wenn das Fahrzeug mit einem Navigationssystem ausgerüstet ist, erleichtert eine Karte die Orientierung, wenn es um Alternativrouten geht. Vor der Fahrt sollte im Internet nach Stauschwerpunkten geguckt werden und eventuelle Umleitungsstrecken ausgearbeitet werden.
Kurz vor dem Start Verkehrsfunk hören und die aktuelle Verkehrssituation im Internet abrufen, Suchbegriff "Verkehrsmeldungen" und regionaler Radiosender. Im Auto den Verkehrsfunk einschalten und auf Umleitungsempfehlungen achten.
Verdichtet sich der Verkehr zur Kolonne, den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug vergrößern. Dann strengt das Fahren weniger an und außerdem sinkt die Gefahr eines Auffahrunfalls. Bei Verengungen auf allen Spuren ganz nach vorn fahren und mit dem "Reißverschlussverfahren" einfädeln.
Bildet sich ein Stau, beim Heranfahren an das Stauende die Warnblinkanlage einschalten, um die nachfolgenden Fahrzeuge zu warnen. Wer versetzt fährt, sieht weiter nach vorne und kann schneller reagieren, wenn vorausfahrende Autos plötzlich abbremsen.
Häufig ist ein Unfall die Ursache eines Staus. Deshalb sofort eine Gasse für die Rettungsfahrzeuge frei machen. Sie liegt bei zwei- und vierspurigen Fahrbahnen in der Mitte, bei dreispurigen Autobahnen zwischen der linken und der mittleren Spur.
In der Urlaubszeit sind auch vermehrt Stauhelfer des ADAC im Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehören Hilfeleistungen nach Unfällen und die Unterstützung der Polizei beim Absichern von Unfallstellen. Ihre Motorräder sind ausgestattet mit Funktelefon, aktuellen Straßenkarten und einem Koffer voll Kinderspielzeug und Erfrischungen. Sie kümmern sie sich während der Zwangspausen um die Reisenden und geben Informationen über Stau-Ursachen und -längen, empfehlen Ausweichrouten, greifen bei kleineren Pannen selbst zum Werkzeug oder rufen per Handy die Kollegen von der Straßenwacht. Dank einer Sondergenehmigung dürfen die ADAC-Motorräder zwischen den stehenden Fahrzeugen durchfahren und den Standstreifen benutzen.
Damit sich die Stauhelfer von "normalen" Motorradfahrern unterscheiden, sind sie mit deutlich sichtbarer gelb-schwarzer Sicherheitskleidung ausgestattet. So werden sie noch besser gesehen und sind vor Verletzungen geschützt.
Beim Auflösen des Staus möglichst gleichmäßig fahren und sich dem Verkehrsfluss anpassen. Dann kommt der Verkehr schneller wieder in Gang als bei häufigem Wechsel von Beschleunigen und Abbremsen.
An den Grenzübergängen kann es ebenfalls zu Staus kommen. Auch wenn die europäischen Grenzen aufgrund des Schengenabkommens heute durchlässiger geworden sind, gültige Ausweisdokumente sind ein Muss auf jeder Reise, unter Umständen sogar ein Visum oder Transitvisum. Der ADAC empfiehlt auch die Mitnahme der Grünen Versicherungskarte sowie den Abschluss einer Auslands-Kranken-Versicherung. Das gilt auch für die Länder der Europäischen Union.
Ein Stau im Tunnel sorgt immer für Unbehagen bei den Verkehrsteilnehmern. Deshalb rät, der Automobilclub von Deutschland (AvD), am Stauende die Warnblinkanlage anzuschalten. Auf keinen Fall sollte gewendet oder rückwärts gefahren werden. Zum voraus fahrendem Fahrzeug sollte ausreichend Abstand gehalten werden und der Motor sollte ausgeschaltet werden. Ein muss ist das Achten auf Radio- oder Lautsprecherdurchsagen. Der AvD warnt davor, das Fahrzeug ohne Aufforderung zu verlassen. (ar/nic) |