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Service: Tipps für die Autofahrt bei hohen Temperaturen
Wednesday, 26. July 2006
Tipps für die Autofahrt bei hohen Temperaturen. Foto: ar/DCVD/gp
Tipps für die Autofahrt bei hohen Temperaturen. Foto: ar/DCVD/gp
 
Reifendruckkontrolle ist wichtig. Foto: ar/Continental/GP
Reifendruckkontrolle ist wichtig. Foto: ar/Continental/GP
Keine Wertsachen offen liegen lassen. Foto: ar/Allianz-Versicherungs-AG/gp
Keine Wertsachen offen liegen lassen. Foto: ar/Allianz-Versicherungs-AG/gp
Die derzeit hohen Temperaturen machen allen zu schaffen. Auch den Autos. Ein Fahrzeug, das nicht schon irgendwelche Vorschäden zum Beispiel einen porösen Kühlwasserschlauch aufweist, muss auch heiße Tage problemlos wegstecken können. Anders ist das bei Menschen. Hier kann die Sommerhitze die Fahrtüchtigkeit und somit die Verkehrssicherheit stark beeinträchtigen.

Den Reifen sollte trotzdem ebenfalls Aufmerksamkeit geschenkt werden. Der Luftdruck muss kontrolliert und gegebenenfalls der Ladung entsprechend angepasst werden. Die besseren Pneus sollten auf der Hinterachse montiert sein. Es kann auch nicht schaden, den Batteriesäurestand und den Zustand der Treibriemen prüfen zu lassen.

Die modernen Autos mit ihren großen Fensterflächen lassen viel Strahlungswärme in den Innenraum. Durch abkleben von allen Scheiben, abgesehen von der Frontscheibe, mit UV-Schutzfolie wird die schädliche Strahlung auch in den fast ungetönten Varianten auf 1 bis 3 Prozent reduziert. Dadurch werde es im Auto weniger warm, erklärt der AvD. Die blasenfreie Montage sollte von Fachbetrieben vorgenommen werden.

Die Insassen des Fahrzeugs müssen sich ebenfalls auf die Fahrt vorbereiten. Sie sollten leichte Kleidung tragen. Am wichtigsten ist es aber viel zu trinken, am besten bis zu drei Liter am Tag. Geeignet sind Wasser, verdünnte Säfte oder Tee. Auf Kaffee in größeren Mengen sollte verzichtet werden. Während längerer Fahrten sind regelmäßige Pausen im Schatten mit Gymnastikübungen dringend zu empfehlen, um den Kreislauf anzuregen. Sofern die Möglichkeit besteht, sollte außerdem in den frühen Morgen- und Abendstunden gefahren werden, um der Mittagshitze zwischen 12 und 15 Uhr zu entgehen, erklärte der ADAC. Spätestens alle zwei Stunden eine Pause einlegen, nur leichte Kost konsumieren und vor allem trinken. Nicht vergessen, auf die Toilette zu gehen.

Zur Ausstattung gehört auch die Sonnenschutzcreme, denn ohne UV-Schutz bräunt die Sonne auch durch die Fenster. Die Sonnenbrille für den Fahrer, eine leichte Kappe mit breitem Schirm zur Beschattung des Gesichts, auch für die Kinder gehören ebenfalls zu unverzichtbaren Gegenständen. Es ist besser mit langärmeligen leichten Hemden zu fahren, weil die verschwitzte Haut sonst immer an den Kunststoff-Verkleidungen ankleben kann. Auf keinen Fall barfuß oder mit Badelatschen, Kloggs oder hochhackigen Schuhen fahren. Leichte, flache Sandalen und Sommerschuhe sind hingegen zum Fahren geeignet. Für die Abendstunden leichte Pullis oder Jacken nicht vergessen.

Vor dem Losfahren sollten alle Fahrzeugtüren und Fenster für ein paar Minuten geöffnet werden, um die etwas kühlere Außenluft hereinzulassen. Wenn der starke Luftzug zu unangenehm ist, sollten die Fenster geschlossen bleiben, und das Gebläse auf Umluft geschaltet werden. Bei Viertürern können während der Fahrt die beiden hinteren Seitenfenster zwei Fingerbreit geöffnet bleiben.

An heißen Tagen kann sich die Luft im Auto auf über 60 Grad Celsius erhitzen. Deshalb sollten Kinder und Tiere keinesfalls, auch nicht für kurze Zeit, allein im Auto zurückbleiben. Ein zusätzlich angebrachter Sonnenschutz an den Scheiben hält die größte Hitze draußen. Dieser kann aus hellem, leichten Tüchern hergestellt werden und kann dann mit Saugnäpfen innen an der Scheibe befestigt werden. Die handelsüblichen Saugnapf-Schattenspender funktionieren ebenfalls sehr gut.

Das Armaturenbrett, das Lenkrad und der Schaltknauf können so heiß werden, dass sich unter Umständen Hautverbrennungen zugezogen werden können. Ist kein Schattenplatz zu finden, sollten diese Teile im Fahrzeuginneren abgedeckt werden. Hierfür können mit alten weißen Tüchern Auflagen für Armaturenbrett, Heckablage und Sitze geschneidert werden, die beim Parken angebracht werden und die extreme Aufheizung der dunklen Innenausstattung und das Verspröden vermeiden.

Um Verkühlungen und Kreislaufbeschwerden vorzubeugen sollte die Klimaanlage nur so eingestellt werden, dass der Unterschied zur Außentemperatur maximal sechs Grad beträgt. Die Luft aus dem Gebläse sollte außerdem nicht direkt auf den Körper gerichtet sein, da es sonst zu muskulären Verspannungen kommen kann.

Für Medikamente sollte eine Reise-Apotheke mit Wärmeisolierung vorhanden sein. Zu große Hitze kann die Wirksamkeit der Arzneimittel beeinträchtigen.

Keine Fotoapparate, CDs, Cassetten, Player, Gameboys auf Armaturenbrett, Sitzen oder Heckablage liegen lassen. Abgesehen von der Diebstahlgefahr können sie durch Sonnenhitze schnell zerstört werden.

Im Stau ist es ratsam zu versuchen das Fahrzeug zu beschatten, und die Lüftung wegen des Stromverbrauchs herunterdrehen. Die Türen geschlossen halten und die Hitze aussperren. Wer chronisch krank ist, Medikamente nehmen muss, Herz- und Kreislaufbeschwerden hat, sollte im Stau auf der rechten Spur stehen, um jederzeit auf der Standspur oder am Straßenrand halten zu können.

Bei der Urlaubsreise mit einem Dachgepäckträger kann beim Parken am Urlaubsort mit Hilfe der Expander eine Sonnenplane gespannt werden. Diese Beschattung des Dachs verringert die Temperaturen im Auto und dank des Luftpolsters zwischen Plane und beschattetem Dach um bis zu 15 Grad. (ar/nic)
 
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