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Service: Telefonieren im Auto
Wednesday, 7. June 2006
Während der Fahrt darf nicht mit dem Handy telefoniert werden. Foto: ar/Allianz/GP
Während der Fahrt darf nicht mit dem Handy telefoniert werden. Foto: ar/Allianz/GP
 
Telefonieren im Auto ist nur mit einer Freisprecheinrichtung gestattet. Foto: ar/ADAC
Telefonieren im Auto ist nur mit einer Freisprecheinrichtung gestattet. Foto: ar/ADAC
Auch SMS schreiben ist während der Fahrt verboten.  Foto: ar/Allianz/GP
Auch SMS schreiben ist während der Fahrt verboten. Foto: ar/Allianz/GP
Handyverbote in Europa. Foto: ar/ADAC
Handyverbote in Europa. Foto: ar/ADAC
Seit 2001 dürfen Autofahrer während der Fahrt nicht mehr mit dem Handy am Ohr telefonieren. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld von 40 Euro und einen Punkt in Flensburg. Nur wenige wissen allerdings, dass es auch untersagt ist, andere Funktionen des Handys während der Fahrt zu nutzen. Es ist nur erlaubt, dass Handy auch während der Fahrt in die Hand zu nehmen, wenn man es nur an einen anderen Platz legen will.

Freisprecheinrichtungen ab Werk sind teuer und meist zu nur wenigen Handys kompatibel. Viele Kraftfahrer rüsten daher ihr Auto mit einer Freisprechanlage aus dem Zubehörregal nach. Der Markt hält drei unterschiedliche Systeme bereit. Head-Sets, die auf dem Kopf oder am Ohr getragen werden kosten circa 20 Euro bis 120 Euro, Plug&Play-Geräte zum einfachen Einbau und mit direktem Anschluss an den Zigarettenanzünder sind ab circa 25 Euro erhältlich sowie Geräte zum Festeinbau, die ab etwa 200 Euro kosten, wo allerdings noch die Einbauzeit von drei bis sechs Stunden hinzukommt.

Head-Sets sind gesetzlich als Freisprechanlagen anerkannt. Sie sind aber nur bedingt autotauglich. Der Tragekomfort lässt zu wünschen übrig. Meist gehören die Handy-Halterungen nicht zum Lieferumfang, außerdem fehlen oft die Anschlussmöglichkeiten für eine externe Antenne. Moderne Head-Sets können zwar kabellos per bluetooth im Auto betrieben werden, auf die Handyhalterung und eine externe Antenne sollte aber nicht verzichten werden.

Die beste Qualität und umfangreichste Ausstattung bieten fest eingebaute Anlagen. Bei aller Modellvielfalt sollten Autofahrer beim Kauf auf die Mindestausstattung ihrer Freisprecheinrichtung achten. Dazu gehören die Prüfzeichen CE und e... (elektromagnetische Verträglichkeit), ein externer Antennenanschluss, stabile Handyhalterung, Vollduplex-Funktion (beide Gesprächspartner können gleichzeitig sprechen), automatische Rufannahme und Radiostummschaltung, Timer für die Abschaltautomatik, Akkuladefunktion mit Überladeschutz, Umrüstbarkeit auf andere Handytypen und optional Spracheingabe.

Die Anlage sollte am besten in einem Fachbetrieb eingebaut werden. Der muss dafür sorgen, dass alle Bedienteile in Reichweite und im Sichtfeld des Fahrers liegen, sämtliche Komponenten sich außerhalb des Airbag-Wirkungs-Bereiches befinden, die Anlage stabil befestigt ist, Einzelteile angeschraubt sind und eine Außenantenne für optimalen Empfang sorgt.

Wie in Deutschland ist auch in den meisten Urlaubsländern das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung während des Autofahrens verboten. Wer trotzdem zum Handy greift, muss mit zum Teil erheblichen Geldbußen rechnen, erklärte der ADAC.

Autofahrer, die in Norwegen mit dem Mobiltelefon in der Hand erwischt werden, müssen den Spitzenbetrag von 165 Euro zahlen. Auch in Belgien (ab 100 Euro), den Niederlanden (140 Euro) und Portugal (ab 120 Euro) fangen die Bußgelder im dreistelligen Bereich an. In der Türkei ist das Telefonieren am Steuer zwar verboten, es werden aber keine Bußgeldsätze veröffentlicht. Eines der wenigen Länder in denen kein ausdrückliches Handy-Verbot besteht, ist Schweden. Doch auch dort drohen versicherungsrechtliche Konsequenzen, wenn der Fahrer beim Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung in einen Unfall verwickelt wird oder den Verkehr gefährdet.

Die gesetzlichen Vorschriften fallen von Land zu Land unterschiedlich aus. Erlaubt ist es in der Regel, Telefongespräche über eine Freisprecheinrichtung zu führen. Auch Headsets erfüllen die allgemeinen Anforderungen. Voraussetzung ist jedoch, dass das Telefon zum Bedienen nicht in der Hand gehalten wird, sondern fest im Auto installiert ist.

Einzige Ausnahme ist Spanien, wo die Headset-Benutzung ebenfalls verboten ist und nur über eine im Fahrzeug integrierte Freisprechanlage telefoniert werden darf. Um sich Ärger im Urlaub zu ersparen, sollten Reisende während der Autofahrt grundsätzlich nicht telefonieren. (ar/nic)
 
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