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Service: So kommt das Motorrad gut in den Winterschlaf
Wednesday, 31. October 2007
Die meisten Motorradfahrer lassen ihre Maschine lieber in der Garage überwintern. Foto: ar/Institut für Zweiradsicherheit
Die meisten Motorradfahrer lassen ihre Maschine lieber in der Garage überwintern. Foto: ar/Institut für Zweiradsicherheit
 
Der Reifendruck sollte in der Winterpause um rund 0,5 bar erhöht werden. Foto: ar/Institut für Zweiradsicherheit
Der Reifendruck sollte in der Winterpause um rund 0,5 bar erhöht werden. Foto: ar/Institut für Zweiradsicherheit
Zwar hat sich Dank moderner wärmender Kleidung die Saison für Motorradfahrer gegenüber früher deutlich verlängert, aber irgendwann heißt es für die meisten Besitzer doch, die Maschine auf den Winterschlaf in der Garage vorzubereiten. Wer einige Dinge beachtet, kann im nächsten Frühjahr sofort wieder sorglos in die nächste Saison starten.

Zunächst sollte der Tank nach der letzten Ausfahrt randvoll gefüllt werden, damit der Rost keine Chance hat. Ratsam ist es außerdem, den Reifendruck um 0,2 bis 0,5 bar gegenüber der Werksempfehlung zu erhöhen. Berührt ein Reifen während der Winterpause den Boden, so sollte er hin und wieder etwas gedreht werden, damit er durch die lange Standzeit auf ein und der selben Auflagefläche keinen Schaden nimmt Besser ist es, das Bike so aufzubocken, dass die Räder frei in der Luft hängen. .

Bei flüssigkeitsgekühlten Motoren ist der Blick auf Frostschutzmittel Pflicht. Wer eine Vergaser-Maschine besitzt, der sollte die Schwimmerkammer entweder per Ablassschraube oder bei laufenden Motor und zugedrehtem Benzinhahn entleeren. Experten raten auch dazu, etwas Öl in die Zylinder zu füllen. Dazu werden die Zündkerzen abgeschraubt. Vor dem erneuten Einschrauben sollte der Motor ein paar Mal per Starter durchgedreht werden, damit sich das Öl verteilt.

Motoröl, das bereits länger als 10 000 Kilometer benutzt wird, ist gegen frisches Öl auszutauschen. Grund: Altes Öl enthält Verbrennungsrückstände, nimmt Feuchtigkeit auf und bindet aggressive Säuren. Der Ölfilter sollte am besten gleich mit ausgewechselt werden.

Vor dem Einmotten ist das Motorrad gründlich zu reinigen, denn Schmutz bindet Feuchtigkeit und fördert damit die Rostbildung. Experten warnen aber vor massivem Einsatz von Hochdruckreinigern, denn viele Teile sind nur gegen Spritzwasser geschützt und nicht wasserdicht. Damit kein Wasser in die Lager, Schalter oder den Sicherungskasten dringt ist deshalb die Handwäsche vorzuziehen. Alle Teile sind anschließend möglichst mit den passenden Pflegemitteln zu behandeln. Ein paar Tropfen Öl auf Scharniere, Schaltgestänge und Bowdenzüge können ebenfalls nicht schaden. Besonderes Augenmerk gilt der Kette, die auf jeden Fall noch einmal gut geschmiert werden sollte.

Am Ende der Putzaktion empfiehlt es sich, die Maschine mit einem Korrosionsschutzmittel oder Wachs einzusprühen, um sie vor Rost zu bewahren. Der Abstellplatz sollte möglichst trocken und gut durchlüftet sein. Wenn das Motorrad abgedeckt wird, so ist auf Luftdurchlässigkeit der Plane zu achten.

Die Batterie wird am besten für die Winterpause ausgebaut und regelmäßig aufgeladen. Bei nicht-wartungsfreien Stromspeichern ist der Säurestand zu überprüfen. Bei modernen Batterien bieten sich automatische Frischhaltegeräte an.

Mittlerweile bieten auch viele Händler einen speziellen Winterservice und einen Stellplatz für die kalte Jahreszeit an. (ar/jri)
 
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