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Service: Gesund in und durch den Urlaub |
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Thursday, 1. June 2006 |
 | | Gesund in und durch den Urlaub. Foto: ar/BKK Bundesverband/GP | | |
Die Anreise in den Urlaub kann eine Qual werden, wenn Passagiere im Auto unter Reiseübelkeit leiden. Kurvige Passstraßen, unruhige Flüge oder schaukelnde Schiffe sorgen für Unwohlsein. Die Experten von TÜV Süd raten Urlaubern, sich frühzeitig gegen Reiseübelkeit zu wappnen und geben generelle Tipps für die Reiseapotheke.
Reiseübelkeit ist keine Krankheit, sondern eine normale körperliche Reaktion auf ungewöhnliche Reize von außen. Die Ursache liegt an unserer Orientierung im Raum. Auf dem schwankenden Schiff zum Beispiel erhält das Gehirn von Augen, Tastsinn und Gleichgewichtsorgan Informationen, die vom "Schema F" abweichen. Der Körper reagiert mit Unwohlsein, Blässe, kaltem Schweiß und womöglich Erbrechen. Sobald die auslösenden Reize wegfallen, lässt die Reiseübelkeit in der Regel schnell nach.
Gegen die Reiseübelkeit ankämpfen kann, wer sich die ablaufenden Bewegungen bewusst macht. Das heißt, im Auto am besten nach vorne setzen, die Straße in Fahrtrichtung beobachten und möglichst nicht aus dem Seitenfenster schauen. Das gilt auch für die Busreise, hier ist ein Platz vor der Vorderachse am besten. Häufige Pausen an der frischen Luft tun zudem gut. Es ist auf dem Wasser besser, an Deck zu gehen, sich den Schiffsbewegungen anzupassen und dabei einen Punkt am Horizont zu fixieren. Da sich im Flieger die Vorwärtsbewegungen nicht beobachten lassen, empfiehlt sich ein Platz am Gang und zwar in Höhe der Tragflächen. Die Pause an der frischen Luft ist in luftiger Höhe nicht möglich, aber es kann schon helfen, langsam auf dem Mittelgang der Maschine auf und ab zu gehen.
Allgemein raten die Gesundheitsexperten des Überwachungsvereins den Betroffenen, während der Urlaubsanreise weder zu lesen noch zu spielen. Vor dem Start sollten die Reisenden unbedingt essen, dabei jedoch auf schwer verdauliche und fette Speisen verzichten. Unterwegs ist es gut, den Magen immer wieder auf Trab zu halten; beispielsweise mit Salzstangen oder trockenen Keksen. Häufig hilft auch Kaugummikauen. Da Kinder besonders häufig unter Reiseübelkeit leiden, sind für sie Nachtfahrten von Vorteil. Denn: Im Schlaf ist das Gleichgewichtssystem ausgeschaltet.
Wenn die Reiseübelkeit zu stark ist, helfen nur noch Medikamente. Welche sich im individuellen Fall am besten eignen, ist mit einem Arzt zu klären. Auf die persönlichen Bedürfnisse muss auch die Reiseapotheke zugeschnitten sein. Ein Muss ist dabei ein Mittel gegen die häufigste Reisekrankheit, den Durchfall. Wer eine Fernreise plant, sollte sich spätestens sechs Wochen vor dem Start mit einem erfahrenen Reisemediziner in Verbindung setzen. (ar/nic) |