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Autofahrer knausern bei der Sicherheit |
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Friday, 29. July 2005 |
 | | Autofahrer sparen zunehmend beim Thema Sicherheit. Foto: ar/Continental | | |
Derzeit würde jeder neunte Autokäufer bei der Sicherheitsausstattung sparen. Im Jahresvergleich der repräsentativen Umfragen, die seit 2002 von TNS-Infratest im Auftrag der Continental AG durchgeführt werden, fällt auch auf, dass gesetzliche Regelungen in diesem Bereich immer weniger akzeptiert sind. 2002 waren noch rund 72,5 Prozent der Befragten dafür, Sicherheitstechniken wie ABS oder das Antischleuder-System ESP gesetzlich vorzuschreiben. Ende 2004 sank der Wert auf 67,3 Prozent.
Knauserig zeigen sich mit 15,8 Prozent besonders die Männer, bei den Frauen sind es 9,9 Prozent. Doch entscheidend ist das Einkommen: bis zu 1.500 Euro monatlichem Nettoeinkommen würden rund 20 Prozent an der Sicherheit sparen, bei Nettoeinkommen über 2.500 Euro sind es 8,5 Prozent. Auffällig sind auch die regionalen Unterschiede: In Baden-Württemberg würden 20 Prozent an Sicherheit sparen, in Bayern 16 Prozent, in den ostdeutschen Bundesländern und Nordrhein-Westfalen dagegen nur rund 8 Prozent.
"Wir betrachten den Trend mit einer gewissen Sorge", sagte Continental-Vorstandsmitglied Dr. Karl-Thomas Neumann. Er verwies dabei auf Studien zur Wirkung von ESP: "Eine Untersuchung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA kommt zu dem Ergebnis, dass das Risiko tödlicher Unfälle mit ESP in Pkw um 30 Prozent und in SUVs um 63 Prozent gesenkt wird." Wären alle Fahrzeuge in den USA mit ESP ausgerüstet, könnte dies nach Ansicht der Verkehrsexperten jährlich rund 7.000 Menschen das Leben retten. "Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch andere Untersuchungen in Europa, Japan und den USA," betonte der Continental-Vorstand.
TNS-Infratest hat im Auftrag der Continental AG 2002, 2003 und 2004 zum Jahresende jeweils rund 1.000 Autofahrer zu verschiedenen Aspekten der Sicherheit im Straßenverkehr befragt. Die Studie zum aktuellen Kaufverhalten wurde Mitte Mai diesen Jahres erhoben. (ar/slp)
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