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Während der Autofahrt keine Aggressionen aufkommen lassen |
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Wednesday, 2. August 2006 |
 | | Während der Autofahrt keine Aggressionen aufkommen lassen. Foto: ar/Continental/GP | | |
An den Hauptreisetagen zu Ferienbeginn kommt es bei Autofahrern häufig zu Ärger und Frust. Dafür kann es drei Gründe geben. Erstens die Differenz zwischen der eigenen Wunschgeschwindigkeit und der tatsächlich möglichen. Zweitens die vorausfahrenden Fahrzeuge, die trotz ausreichender Möglichkeiten die Überholspur nicht verlassen. Und drittens das andere Extrem, die aggressiv drängelnden Fahrer. Erklärte Dr. Thomas Wagner, Verkehrspsychologe bei DEKRA.
In der Folge steigt der Blutdruck, das Herz schlägt schneller und der Köper schüttet das Stresshormon Adrenalin aus. Der Körper stellt sich auf Angriff oder Verteidigung ein. Dadurch sinkt die Aufmerksamkeit für das eigentliche Verkehrsgeschehen. Außerdem entsteht eine Stimmung, aus der heraus tatsächliche oder vermeintliche Fehler anderer Verkehrspartner plötzlich viel mehr stören als in normalen Situationen. Auch wird das Denken eingeschränkt, das Gehirn ist weniger in der Lage, negative Konsequenzen des eigenen Handelns angemessen zu beurteilen.
Ein solches aggressives Fehlverhalten wird im Straßenverkehr streng geahndet. In Paragraph 315 c des Strafgesetzbuches sind die Sanktionen geregelt, die einem Autofahrer drohen, wenn er "Leib und Leben eines anderen" gefährdet: Dies kann bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe nach sich ziehen. Einer Studie zufolge sind auf deutschen Straßen deutlich mehr Männer mit "dickem Hals" unterwegs als Frauen, bei den Fahrzeugtypen fallen häufiger Fahrer von stärker motorisierten Limousinen auf. Gerade in dieser Gruppe ist die Diskrepanz zwischen dem hohen Wunschtempo und der Realität am größten.
Um möglichst gelassen am Urlaubsort anzukommen, sollten Kraftfahrer für die Fahrt ausreichende Pausen einplanen und einen Zeitpuffer für Stop-and-go-Verkehr oder Stau einräumen. Jeweils nach zwei Stunden ist eine kürzere Pause mit etwas Bewegung an frischer Luft empfehlenswert. Ganz wichtig ist es, beim Start ausgeruht und in einer positiven Stimmung zu sein. Autofahrer sollten sich die eigenen Absichten und die der anderen klarmachen. Das schafft gegenseitiges Verständnis und partnerschaftliches Verhalten. (ar/nic) |