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Pkw-Nachfrage zieht in vielen Ländern an |
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Friday, 16. September 2011 |
 | | Das Interesse am Automobil ist ungetrübt. Die Nachfrage hat weltweit angezogen. Foto: UnitedPictures/ar.NET | | |
Pünktlich zur Eröffnung der IAA 2011 zeigt sich die globale Automobilnachfrage in guter Verfassung. In Westeuropa stiegen die Pkw-Neuzulassungen im August mit über 727.
Pünktlich zur Eröffnung der IAA 2011 zeigt sich die globale Automobilnachfrage in guter Verfassung. In Westeuropa stiegen die Pkw-Neuzulassungen im August mit über 727.500 Fahrzeugen um acht Prozent. Erstmals seit über einem Jahr befanden sich wieder alle großen west-europäischen Märkte im Plus. Neben Deutschland (plus 18 Prozent) legten die Neuzulassungen in Großbritannien um acht Prozent zu, in Spanien um sechs Prozent, in Frankreich um drei Prozent und in Italien um zwei Prozent. Selbst ohne Deutschland hätte das Zulassungsniveau in Westeuropa vier Prozent über dem Vorjahresergebnis gelegen. Seit Jahresbeginn zeigt sich der Pkw-Markt Westeuropa mit über neun Millionen Neuzulassungen annähernd stabil.
Auch die Pkw-Nachfrage in den Neuen EU-Ländern entwickelte sich im August mit einem Zuwachs von sechs Prozent positiv. In zahlreichen Ländern war das Wachstum sogar deutlich stärker, so in der Tschechischen Republik (plus 17 Prozent), in Bulgarien (plus 20 Prozent), in Ungarn (plus 14 Prozent) sowie den baltischen Staaten. In Polen gingen die Pkw-Neuzulassungen allerdings um vier Prozent zurück. Mit Ausnahme von Tschechien befinden sich diese Automobilmärkte zum Teil noch weit unter dem Vorkrisenniveau. Seit Jahresbeginn wurden in den Neuen EU-Ländern mit beinahe 500.000 verkauften Einheiten ein Prozent mehr Pkw zugelassen als im Vorjahr.
Auf dem russischen Light-Vehicle-Markt ließen eine bessere Verfügbarkeit von Privatkrediten und ein gestiegenes Konsumentenvertrauen die Nachfrage um 32 Prozent ansteigen. Der Absatz bewegte sich im August mit 224.800 verkauften Einheiten und einem stabilen Wachstum weiter Richtung Vorkrisenniveau. In den ersten acht Monaten des Jahres legten die Light-Vehicle-Verkäufe insgesamt um 48 Prozent auf knapp 1,7 Mio. Einheiten zu.
In den USA stieg im August die Nachfrage nach Light Vehicles mit über einer Million verkauften Fahrzeugen um zwei Prozent. Die deutschen Hersteller konnten ihren Marktanteil seit Jahresbeginn von 7,5 auf 7,8 Prozent erhöhen. Im Pkw-Segment stieg der Anteil der deutschen Konzernmarken auf 11,6 Prozent. Insgesamt haben die deutschen Hersteller auf dem US-Markt in den ersten acht Monaten 660.200 Light Vehicles abgesetzt - ein Plus von 15 Prozent. Der gesamte Light-Vehicles-Markt stieg bis August um zehn Prozent auf 8,44 Mio. Fahrzeuge.
In Brasilien zeigten sich die Light Vehicle Verkäufe mit einem Wachstum von vier Prozent und 307.800 verkauften Einheiten erneut etwas abgekühlt. Ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum und höhere Zinsen wirkten sich dämpfend auf die Nachfrage aus. In den ersten acht Monaten des Jahres wurden mit über 2,2 Mio. Fahrzeugen dennoch knapp acht Prozent mehr Fahrzeuge auf dem brasilianischen Markt verkauft als im Vorjahr. In China war das Wachstum im August erneut robuster als erwartet. Mit 947.200 verkauften Einheiten wurde das Vorjahresniveau um zehn Prozent übertroffen. Seit Jahresbeginn wurden mit über 7,7 Mio. Pkw ebenfalls zehn Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr.
In Indien hingegen setzte sich der Nachfragerückgang aus dem Vormonat im August weiter fort. Der Absatz von Pkw ging mit knapp 192.000 verkauften Fahrzeugen um sechs Prozent zurück. Hohe Zinssätze und gestiegene Benzinpreise zeichneten sich hierfür verantwortlich. Seit Jahresbeginn stieg der indische Pkw-Absatz mit beinahe 1,7 Mio. Fahrzeugen um zehn Prozent. In Japan ging der Pkw-Absatz auch im August zurück: Die Verkäufe lagen um 26 Prozent unter Vorjahresniveau. Seit Jahresbeginn wurden mit knapp 2,2 Mio. Einheiten 28 Prozent weniger Pkw auf dem japanischen Markt verkauft als im Jahr zuvor. (ar.NET/pha) |