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Mit Allradantrieb sicherer unterwegs
Wednesday, 14. December 2011
In diesem Winter ist die erste E-Klasse mit Allradantrieb und Vierzylinder-Dieselmotor (204 PS/150 kW) lieferbar. Der E 250 CDI 4MATIC ist auch serienmäßig mit der Siebenstufen-Automatik ausgerüstet. Foto: wmd/ar.NET
In diesem Winter ist die erste E-Klasse mit Allradantrieb und Vierzylinder-Dieselmotor (204 PS/150 kW) lieferbar. Der E 250 CDI 4MATIC ist auch serienmäßig mit der Siebenstufen-Automatik ausgerüstet. Foto: wmd/ar.NET
 
Der Allradantrieb ist nicht nur im Winter ein sicherheitsrelevantes Thema. Auf schlechten Straßen bei heftigem Regen werden auch ganzjährig extrem hohe Anforderungen an die Fahrwerkstechnik gestellt.

Der Allradantrieb ist nicht nur im Winter ein sicherheitsrelevantes Thema. Auf schlechten Straßen bei heftigem Regen werden auch ganzjährig extrem hohe Anforderungen an die Fahrwerkstechnik gestellt. Deshalb sollten moderne Fahrwerkssysteme Gefahren möglichst frühzeitig erkennen und den Fahrer in kritischen Fahrsituationen unterstützen. Wer schon einmal auf einer schneebedeckten Bergabstrecke etwas schnell unterwegs war, aus diesem Grund den Fuß vom Gas genommen hat und dann feststellen musste, dass sein Auto kaum mehr den Lenkbewegungen folgt und stur über die Vorderräder geradeaus in Richtung Straßenrand schiebt, der wird unweigerlich zum Allrad-Fan. Hier könnte bei kritischen Fahrmanöver der Allradantrieb dem Fahrer sicher in der Spur halten. Fakt ist, dass man mit dem Allradantrieb wesentlich sicherer unterwegs ist. Gerade im Winter hat das Fahren auf Schnee und Eis mit einem modernen Allradsystem seinen großen Schrecken verloren. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn auch das Allradsystem kann die Gesetze der Fahrphysik nicht aushebeln. Trotz allem technischen Aufwand bestimmt letztendlich immer der Fahrer wie sicher er unterwegs ist. Deshalb gilt auf winterlichen Straßenverhältnissen immer die Fahrweise anzupassen. Seit der Markteinführung der M-Klasse 1997 stieg die Produktion der 4x4-Modelle an - heute kann Mercedes-Benz fast 50 Modelle mit Allradantrieb in zehn Baureihen anbieten. Von der C-Klasse über die S-Klasse bis hin zum Ur-Klassiker der Geländewagen, dem G. Der kontinuierliche Ausbau der 4MATIC-Modelle ist eine logische Reaktion aus dem weltweit großen Interesse an allradgetriebene Limousinen oder Kombis. In Nordamerika werden beispielsweise 90 Prozent aller S-Klasse Limousinen mit 4MATIC ausgeliefert. Auch auf den wachsenden asiatischen Märkten werden C-, E- und S-Klasse gerne mit Allradantrieb geordert. Preiswert ist das Plus an Fahrsicherheit aber nicht. Je nach Pkw-Baureihe beträgt der Aufpreis zwischen 2.500 und 4.500 Euro. Jetzt ist auch die erste E-Klasse mit 4MATIC und Vierzylinder-Dieselmotor (204 PS/150 kW) lieferbar: Der E 250 CDI 4MATIC kostet 50.723,75 Euro und wird - im Gegensatz zum heckgetriebenen 250er - serienmäßig mit der Siebenstufen-Automatik ausgerüstet. Die Vorteile der 4MATIC sind mit hohen Traktionsreserven, guter Fahrstabilität, bestmöglicher Sicherheit und einem angenehmen Fahrkomfort beschrieben. Wie bei der 4MATIC-Abstimmung auf trockener oder nasser Straße gilt auch bei winterlichen Straßenverhältnissen: Die Fahrstabilität und damit die aktive Sicherheit der 4MATIC-Modelle stehen immer im Vordergrund. Ihr mechanisches Fundament mit der Kraftverteilung von 45 zu 55 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse und die Lamellensperre im Zentraldifferenzial mit einer Grundsperrwirkung von 50 Newtonmetern bieten optimale Voraussetzungen. Diese Grundkonzeption ermöglicht hohe Traktionswerte, weil einerseits die beim Beschleunigen auftretende dynamische Achslastverschiebung Richtung Hinterachse genutzt wird, um dort mehr Antriebsmoment abzusetzen. Andererseits kann die Lamellensperre das Antriebsmoment aber auch variabel zwischen Vorder- und Hinterachse verschieben, falls die Straßenverhältnisse das erfordern. Der Eingriff der elektronischen Regelsysteme ESP, 4ETS oder ASR kann möglichst spät erfolgen, so wird ein Großteil des Antriebsmoments auch auf glatten Straßen in Vortrieb umgesetzt. Die Auslegung der permanent arbeitende Antriebstechnik hat entscheidende Vorteile gegenüber anderen Systemen , die zur Aktivierung des Allradantriebs erst einmal mangelnde Traktion erkennen müssen, um danach alle vier Räder zu aktivieren. (ar.NET/Peter Hartmann)        
 
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