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Kommentar: Welche Automobilhersteller setzen aufs richtige E-Pferd? |
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Thursday, 29. September 2011 |
 | | Opels Elektro-Experimentalfahrzeugs RAK e. Foto: UnitedPictures/ar.NET | | |
Derzeit hat es den Anschein, als sei die Automobilindustrie dem Kleinwagenwahn verfallen. Getrieben von einzuhaltenden CO2-Grenzwerten bleibt aber nichts anderes übrig, als das Heil in Konzepten für immer kleinere und leichtere Pkws zu suchen.
Derzeit hat es den Anschein, als sei die Automobilindustrie dem Kleinwagenwahn verfallen. Getrieben von einzuhaltenden CO2-Grenzwerten bleibt aber nichts anderes übrig, als das Heil in Konzepten für immer kleinere und leichtere Pkws zu suchen. Das Rennen machen sollen vor allem Kleinwagen mit reinem Elektroantrieb. Deren Handicaps, begrenzte Reichweite und stundenlanges Verweilen an der Steckdose, spielt die Werbung herunter. Einem Großteil der Interessenten, heißt es frohlockend, ginge es nur darum, den täglichen Weg zur Arbeitsstelle mit einem E-Mobil zu bewältigen. Und für die Urlaubsreise könne ja ein größeres Auto ausgeliehen werden.
Solche Argumentation hinkt. Wer bereit ist, ein E-Auto zu kaufen, das wegen der Batteriekosten noch längere Zeit verhältnismäßig teurer bleiben wird, der möchte es nutzen können wie jeden anderen Pkw. Allmählich fällt bei Automobilherstellern der sprichwörtliche Groschen, dass es die Reichweite eines Pkws mit Elektroantrieb ist, die über dessen Begehrlichkeit wesentlich mitentscheidet. Auch hundert oder hundertfünfzig Kilometer Reichweite sind noch kein versöhnendes Angebot. Was davon bei längerem Einsatz unverzichtbarer elektrischer Stromverbraucher an Bord übrig bleibt, steht ohnehin in den Sternen.
Überzeugen kann derzeit E-Antrieb erst, wenn sich zum leistungsfähigen Stromspeicher ein Range Extender gesellt, jener Generator an Bord, der die Batterie bei Bedarf während der Fahrt nachlädt. Angetrieben wird der Stromspender von einem Verbrennungsmotor, der mit konstanter Drehzahl "auf Sparflamme" läuft. Gern spricht man vom "Einliter-Auto". Das kann verwirren. Gefahren wird ja ausschließlich mit Strom.
Opels Ampera, baugleich mit dem E-Auto namens Volt von General Motors, hat einen Range Extender, und im kommenden elektrischen Audi A1 mit einem solchen "Reichweitenverlängerer" wird ein kleiner Wankelmotor den Antrieb des hilfreichen Generators übernehmen. Restlos überzeugt vom Range-Extender-Konzept ist der amerikanische Elektrosportwagenhersteller Fisker. Von BMW wird er für den Antrieb des Generators bis zu 100.000 Vierzylindermotoren beziehen. Die Vereinbarung ist unterzeichnet. (ar.NET/Wolfram Riedel) |