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Hyundai tritt mächtig auf das Gaspedal
Tuesday, 9. August 2011
Hyundai bietet den kompakten Sportflitzer mit einem 1+2-Türkonzept an, dass durchaus seinen praxisorientierten Sinn macht. Foto: HM/ar.NET
Hyundai bietet den kompakten Sportflitzer mit einem 1+2-Türkonzept an, dass durchaus seinen praxisorientierten Sinn macht. Foto: HM/ar.NET
 
Hyundai feiert im September 2011 sein 20-jähriges Jubiläum auf dem deutschen Markt. Als vor Jahren die Koreaner ihre ehrgeizigen Ziele verkündeten, bekamen sie nur ein mildes Lächeln mit auf den steinigen Weg.

Hyundai feiert im September 2011 sein 20-jähriges Jubiläum auf dem deutschen Markt. Als vor Jahren die Koreaner ihre ehrgeizigen Ziele verkündeten, bekamen sie nur ein mildes Lächeln mit auf den steinigen Weg. Und heute Einige Hersteller sehen sich schon mächtig unter Druck und fürchten die hohe Strahlkraft von Hyundai. Ende der 90er Jahre gab der koreanische Autokonzern bekannt, dass man 2010 zu den fünf führenden Herstellern weltweit gehören will. Auch die Ankündigung, dass die Marke in Deutschland mittelfristig 100.000 Autos verkaufen will, verursachte in der Branche erstaunte Blicke. "Ein Ziel, der Aufstieg in die Global Top 5, hat der Konzern schon 2008 erreicht. Und wir werden im laufenden Jahr über 80.000 Neuzulassungen erreichen", sagte Werner H. Frey, Geschäftsführer Hyundai Motor Deutschland, während der Vorstellung des Volester. "In den ersten sieben Monaten haben wir mit 51.349 Einheiten eine sehr gute Grundlage dafür geschaffen." Derzeit liegt der Marktanteil in Deutschland bei 2,73 Prozent - die beliebtesten Modelle sind der i30, i10 und der Kompakt-SUV ix35. Kein neues Volumenmodell aber ein interessantes Nischenmodell ist der neue Veloster, der mit einem Aha-Effekt auch auf dem deutschen Markt für Aufsehen sorgen soll. Hyundai bietet den kompakten Sportflitzer mit einem 1+2-Türkonzept an, dass durchaus seinen praxisorientierten Sinn macht. Der Gag: Auf der Beifahrerseite gibt es eine weitere Tür für den Einstieg ins Fond, nicht aber auf der Fahrerseite. Praktisch: Somit ist ein problemloser Ein-/Ausstieg zu den beiden Rücksitzen von der sicheren Gehwegseite möglich. Auch wenn der Platz im Fond des Veloster bauartgedingt knapp ist, für kompakte Mitreisende ist die Sitzqualität durchaus akzeptabel. Und werden die Rücksitzlehnen (60:40 teilbar) umgeklappt, ergibt sich eine Erweiterung des Kofferraumvolumens von 320 auf 1.015 Liter. Der pfiffig gestylte 4,22 Meter lange Veloster macht eine ansprechende Figur, der vornehmlich junge Autofahrer an die Marke binden will. "Die werden sich zwar vor allem wegen des Aufsehen erregenden Designs und der überraschenden Details für unser City-Coupé entscheiden. Aber auch die moderne Technik und damit die Wirtschaftlichkeit sind wichtige Kaufentscheidungen", sagte Hyundai-Produktmanager Oliver Gutt während der Vorstellung. Mit den neuen Modellen wie den Kompakt-SUV ix35 oder dem Veloster aber auch dem neuen Kombi i40 sprechen die Koreaner neue Kunden an, die bislang Hyundai nicht auf der Shopping-Liste hatten. Der Veloster dürfte auch für jüngere Familie interessant sein, die bei der Anschaffung eines Zweitwagens gerne ein sportliches Modell mit einem guten Nutzwert haben wollen. Durch die dritte Tür wird beispielsweise das Anbringen eines Kindersitzes auf der Rücksitzbank erleichtert. Der preisliche Einstieg für den Veloster beginnt bei 21.600 Euro in der Ausstattungslinie Style. Serienmäßig enthalten sind dann bereits unter anderem Klimaanlage, 17-Zoll-Leichtmetallkompletträder, ein integriertes Audiosystem, aktive Kopfstützen vorn und das Reifendruck-Kontrollsystem. In der Ausstattung Premium kostet das City-Coupé 26.200 Euro. Egal ob schwarze Lederausstattung, 18-Zoll-Leichtmetallräder mit Farb-Inlays, Klimaautomatik, Bluetooth oder Premium-Sound-System, hier bleiben kaum noch Wünsche offen. Neben Panorama-Glas-Schiebedach (1.200 Euro) und Navigationssystem inklusive Rückfahrkamera (1.300 Euro) gibt es erstmals bei Hyundai ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe für 1.700 Euro. Diese Getriebetechnik ist für ein City-Coupé besonders empfehlenswert. Unter der Fronthaube arbeitet ein effizienter 1,6-Liter-Benzin-Direkteinspritzer mit 140 PS (103 kW), der ein maximales Drehmoment von 167 Newtonmeter entwickelt und serienmäßig an ein manuelles 6-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt ist. Dieses Triebwerk wird mit seiner Leistung einem City-Coupé gerecht. Wer allerdings Sportlichkeit und mehr Fahrdynamik erwartet, der muss sich noch etwas gedulden. Hyundai kündigt ein Turbomotor (etwa 200 PS) an, die dem Sportflitzer sicherlich gut stehen werden. Heute schon als blue-Variante mit Start-Stopp-Automatik (390 Euro Aufpreis) ausgerüstet will der Hyundai Veloster in die Riege der sparsamen Coupés fahren: 5,9 Liter auf 100 km entsprechen einem CO2-Wert von 137 g/km. (ar.NET/Peter Hartmann)
 
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