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Defekte Stoßdämpfer sind eine Gefahrenquelle |
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Thursday, 25. August 2011 |
 | | Formel-1-Fahrer Jérôme d'Ambrosio (Marussia Virgin Racing) weiß wie wichtig funktionierende Stoßdämpfer für die Sicherheit sind: "Die meisten Autofahrer können sich nur schwer vorstellen, wie schnell man mit verschlissenen Dämpfern die Kontrolle über das Fahrzeug verliert." Foto: L. Gorys/ar.NET | | |
Die Fakten sind erschreckend: Egal, ob alt oder jung - im Schnitt ist jedes zweite Auto mit defekten Stoßdämpfern unterwegs. Mögliche Folgen: verlängerter Bremsweg, Kontrollverlust in der Kurve oder Versagen des ABS.
Die Fakten sind erschreckend: Egal, ob alt oder jung - im Schnitt ist jedes zweite Auto mit defekten Stoßdämpfern unterwegs. Mögliche Folgen: verlängerter Bremsweg, Kontrollverlust in der Kurve oder Versagen des ABS. Stoßdämpferspezialist Monroe führt deutschlandweit kostenlose Sicherheitsprüftage in Werkstätten durch. Bereits im Zeitraum von 2002 bis 2009 wurden mehr als 40.000 Autos getestet. Ebenso erschreckend: Viele Autofahrer wissen nicht einmal, dass sie mit kaputten Dämpfern ein erhebliches Sicherheitsrisiko eingehen. Sie glauben, dass Stoßdämpfer entweder gar nicht oder nur sehr spät im Autoleben verschleißen. Umso größer war die Überraschung bei vielen Testteilnehmern, als sie ihre Diagnose erhielten. Fast jeder zweite Kunde fährt mit defekten Stoßdämpfern.
Klar ist, dass je älter das Auto ist, desto eher waren die Stoßdämpfer defekt. Während bei den bis zu vierjährigen Fahrzeugen immerhin schon 40 Prozent betroffen waren, lag der Anteil bei den vier bis sechs Jahre alten Autos bis zu 50 Prozent. Die höchste Defektrate fand Monroe bei Fahrzeugen im Alter von elf Jahren: 60,3 Prozent der Autos fielen beim Stoßdämpfertest durch. Aber auch einige jüngere Autos fielen durch Fehlermeldungen auf: Von 152 getesteten Jahreswagen wurde bei 28 Autos Defekte am Fahrwerk festgestellt - die durchschnittliche Laufleistung betrug 30.971 Kilometer.
Unabhängig vom Alter zeigen die Testergebnisse, dass bei einer Laufleistung von bis zu 25.000 Kilometer bereits rund 22 Prozent, bei 50.000 Kilometer knapp 32 Prozent und bei 75.000 Kilometer Laufleistung über 43 Prozent der getesteten Autos kaputte Stoßdämpfer aufwiesen. Dies untermauert, dass die üblicherweise empfohlene Erstprüfung ab 60.000 Kilometer Laufleistung in der Regel nicht ausreicht, um die einwandfreie Funktionsfähigkeit der Stoßdämpfer zu gewährleisten. Oft bleibt der Defekt unbemerkt, da die Funktionstüchtigkeit der Stoßdämpfer schleichend abnimmt und der Fahrer sich an die schlechteren Fahreigenschaften gewöhnt. Häufig merkt der Fahrer erst in einer Gefahrensituation, dass er keine richtige Kontrolle mehr über sein Fahrzeug hat. Besonders gefährlich, wenn durch schweres Gepäck im Auto die Stoßdämpfer zusätzlich belastet werden.
Der belgischer Formel-1-Fahrer Jérôme d'Ambrosio für Marussia Virgin Racing unterwegs, weiß wie bedeutend funktionierende Stoßdämpfer für die Sicherheit sind: "Die meisten Autofahrer können sich nur schwer vorstellen, wie schnell man mit verschlissenen Dämpfern die Kontrolle über das Fahrzeug verliert. Aber die Stoßdämpfer übernehmen die wichtige Aufgabe, das Fahrzeug auf der Straße zu halten, und sorgen für Stabilität. Darum sollten Autofahrer die Stoßdämpfer regelmäßig überprüfen lassen. Das ist wirklich wichtig, denn sonst setzen sie ihre Sicherheit auf's Spiel." Im Vorfeld des Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps wurden Fahrtest gefahren, die diese mögliche Gefahrenquelle für den Autofahrer spürbar machten.
"Die Stoßdämpfer spielen eine wichtige Rolle für die Sicherheit des Fahrzeugs und damit der Insassen. Die Prüftage beweisen, dass auch schon relativ junge Fahrzeuge betroffen sein können. Das ist vielen Autofahrern nicht bewusst. Auch bei vielen Werkstätten besteht Aufklärungsbedarf, denn sie orientieren sich an den Werksvorgaben der Hersteller. Nach unseren Erfahrungen sollten Stoßdämpfer alle 20.000 Kilometer gecheckt werden, ein Austausch ist in der Regel ab 80.000 Kilometer sinnvoll," sagt Jörn Lorenz, Tenneco Marketing Manager Aftermarket. Viele Autobesitzer erfahren erst in der Werkstatt erfahren, dass sie sich vermutlich seit Jahren einem großen Risiko aussetzen, weil sie seit Kauf ihres Wagens ihre Stoßdämpfer niemals haben überprüfen lassen. So fahren Autos mit neuen Stoßdämpfern plötzlich wieder wie neu. Eine passende Gelegenheit dies überprüfen zu lassen, ist wenn im Spätherbst die Winterreifen montiert werden, dann sind die ansonsten verborgenen Stoßdämpfer frei zugänglich. (ar.NET/Peter Hartmann) |