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Audi nimmt den Transfer zwischen Rennstrecke und Straße auf
Friday, 13. May 2011
Der Audi R8 GT geht an Kunden aus Europa, USA und dem Mittleren Ostens. Dieser auf 333 Stück limitierte R8 wurde in der Manufaktur der quattro GmbH entwickelt und ist ein gutes Beispiel für den Entwicklungstransfer. Foto: ar.NET
Der Audi R8 GT geht an Kunden aus Europa, USA und dem Mittleren Ostens. Dieser auf 333 Stück limitierte R8 wurde in der Manufaktur der quattro GmbH entwickelt und ist ein gutes Beispiel für den Entwicklungstransfer. Foto: ar.NET
 
Audi ist mit dem R8 LMS seit 2009 im Kundensport aktiv. Der Sportwagen wird bei der Audi-Tochter quattro GmbH für den Renneinsatz aufgebaut. Bisher wurden 35 R8 LMS verkauft, die weltweit bei Kunden- und Importeurteams im Einsatz sind.

Audi ist mit dem R8 LMS seit 2009 im Kundensport aktiv. Der Sportwagen wird bei der Audi-Tochter quattro GmbH für den Renneinsatz aufgebaut. Bisher wurden 35 R8 LMS verkauft, die weltweit bei Kunden- und Importeurteams im Einsatz sind. "Der R8 LMS ist der erste Rennwagen von Audi, der speziell für den Kundensport-Einsatz entwickelt wurde", sagte Werner Frowein, Geschäftsführer der quattro GmbH, im Gespräch. "Damit können unsere Kunden auch auf der Rennstrecke die sportlichen Gene erleben, die in der R8-Familie stecken." 2011 geht der R8 LMS weltweit bei 17 Rennserien und zahlreichen Einzelrennen an den Start. Das Ziel: Die bisherige Erfolgsbilanz von sieben Titeln und 65 Siegen weiter auszubauen. Den Aufbau und die Weiterentwicklung, den Vertrieb und die technische Betreuung der Kunden- und Importeursteams verantwortet die quattro GmbH, die damit ein lukratives Geschäftsfeld aufgebaut hat. "In jedem Audi R8 LMS stecken rund 250 Arbeitsstunden", erklärte Romolo Liebchen, Leiter des Audi Kundensports, während der Vorstellung. "Perfektion wird bei uns groß geschrieben." Die Basis des Kundensport-Modells bildet die Aluminiumkarosserie des Audi R8. Da knapp 90 Prozent der Bauteile identisch sind, entstammt sie dem Karosseriebau der Neckarsulmer R8-Manufaktur. Einziger Unterschied: Der R8 LMS bekommt zusätzlich eine für den Renneinsatz konzipierte Sicherheitszelle. Das Gewicht spielt im Motorsport eine wichtige Rolle. Neben den Türen und dem Dach aus Aluminium besteht die gesamte Außenhaut des Audi R8 LMS aus Kohlefaser. Zudem wird die Karosse aus Gewichtsgründen an Stelle des Lacks lediglich mit kathodischem Tauchlack (KTL) beschichtet. Die Montage des R8 LMA erfolgt im Audi-Werk Neckarsulm, das unweit von der Rennfahrzeug-Manufaktur gelegen ist. Dass hier die vorhandenen Synergie-Effekte genutzt werden, versteht sich von selbst. Vorteil: Audi hat die Serienversion des R8 als konsequenten Sportwagen entwickelt. Daher kommt knapp über die Hälfte der verbauten Teile unverändert oder mit geringen Modifikationen für den Rennsport zum Einsatz. Der V10-Motor entspricht ebenfalls weitgehend dem Serienstand: "Das ermöglicht konkurrenzlos hohe Laufleistungen", versicht Experte Liebchen. Die im Renneinsatz gewonnenen Erkenntnisse fließen umgekehrt wieder in die Serienproduktion ein. So entstammt beispielsweise das Gewindefahrwerk des R8 GT dem exklusiven Kundensportmodell, das in wenigen Wochen auch als offene Version im Rahmen des 24-Stunden-Rennen in Le Mans vorgestellt wird. Die ist ein weiteres Beispiel für den Entwicklungstransfer zwischen Motorsport und Serie. In naher Zukunft soll das Konzept ausgeweitet werden. Dann soll ein modulares Kundensport-Programm interessierten Käufern ab 2012 eine Modellpalette mit neuen Fahrzeugen und erweitert die Einsatzgebiete für Audi-Kundensport-Rennwagen eröffnen. Erster Schritt: Der Audi TT RS, der bereits im Langstreckensport auf der Nürburgring-Nordschleife getestet wurde. (ar.NET/Peter Hartmann)
 
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