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Formel 1: Red Bull und Renault starten weiterhin gemeinsam
Sunday, 11. September 2011
Im Heck des Red Bull arbeitet derzeit ein V8-Triebwerk von Renault und dies wird auch die nächsten fünf Jahre so sein. Foto: ar.NET/L. Gorys/wmd
Im Heck des Red Bull arbeitet derzeit ein V8-Triebwerk von Renault und dies wird auch die nächsten fünf Jahre so sein. Foto: ar.NET/L. Gorys/wmd
 
Dass Automobilhersteller in der Formel 1 den Ton angeben, ist heute nicht mehr zwingend der Fall. BMW, Honda und Toyota sind bereits von der Bühne der Königsklasse abgetreten, nur Ferrari und Mercedes-Benz sowie Renault als Motorenlieferant sind derzeit am Start.

Dass Automobilhersteller in der Formel 1 den Ton angeben, ist heute nicht mehr zwingend der Fall. BMW, Honda und Toyota sind bereits von der Bühne der Königsklasse abgetreten, nur Ferrari und Mercedes-Benz sowie Renault als Motorenlieferant sind derzeit am Start. Die Konzerne scheuen die hohen Kosten bei einer Teilnahme und reduzieren ihre Engagement beispielsweise auf die Lieferung des technischen Know-how wie es Renault mit seinem V8-Motor derzeit an drei Teams (Red Bull, Lotus, Renault Sport) tut - ab 2012 kommt mit Williams ein weiterer Rennstall hinzu. Neben dieser Möglichkeit innerhalb der Formel 1 präsent zu sein, gibt es auch das Sponsoring, mit dem eine Automarke für Aufmerksamkeit sorgen will, so setzt es derzeit Infiniti um. In Europa ist Infiniti noch nicht bekannt, die Nobelmarke von Nissan ist auch Teil im Renault Konzern. Infiniti muss schnellsten seinen Bekanntheitsgrad erhöhen. Zunächst mit dem werbewirksamen Formel-1-Zirkus und später auch mit steigenden Verkaufszahlen. Red Bull Motorenlieferant Renault hält 44 Prozent an Nissan, die unter der Marke Infiniti ihre luxuriöseren und teureren Modelle verkauft - in den USA mit Erfolg. Da macht das Engagement doch Sinn, wenn die Formel 1 ab 2012 in den Staaten am Start ist. Im Heck des Red Bull arbeitet derzeit ein V8-Triebwerk von Renault und dies wird auch die nächsten fünf Jahre so sein. Die Verlängerung der Partnerschaft wurde kurz vor dem Grand Prix Italien in Monza bekannt gegeben. Sie besteht schon seit 2007 und wurde jetzt um fünf weitere Jahre verlängert. Hauptkern des neuen Vertrags ist der Umstieg auf 1,6-Liter-V6-Motoren ab 2014 sowie die Lieferung von KERS (Kinetische Energie-Rückgewinnungs-System) in den kommenden zwei Jahren. "Wir freuen uns sehr darüber, dass die Partnerschaft zwischen Red Bull und Renault um fünf weitere Jahre verlängert wurde", sagt Renault-Sport-Präsident Bernard Rey. "Damit werden wir schließlich einmal auf ein Jahrzehnt der Zusammenarbeit zurückblicken können. Red Bull und Renault teilen die Ansicht, dass Stabilität eine fundamentale Eigenschaft ist, wenn man auf höchstem Niveau operiert." Auch Red Bull Teamchef Christian Horner zeigt sich zufrieden: "Wir freuen uns über die Bekanntgabe dieser deutlichen Vertragsverlängerung mit Renault-Nissan. Seit 2007 arbeiten wir nun schon sehr eng zusammen. Renault war stets ein sehr angenehmer Partner, der seinen Beitrag zu den anhaltenden Erfolgen des Teams leistete. Gemeinsam bringen wir es bislang auf 22 Siege, 32 Pole-Positions, 1.130,5 WM-Punkte und zwei WM-Titel." (ar.NET/Peter Hartmann)
 
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