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Formel 1: In Indien erkunden die Fahrer die neue Rennstrecke zu Fuß
Saturday, 29. October 2011
Die Fahrer inspizieren die neue Strecke in Indien zu Fuß und merken sich bestimmte Zeichen und Markierungen, die sie im Auto wieder erkennen müssen. Das Streckenlernen ist aufgrund des steigenden Grip-Levels ein fortwährender Prozess während des Wochenendes. Foto: wmd/Gorys/ar.NET
Die Fahrer inspizieren die neue Strecke in Indien zu Fuß und merken sich bestimmte Zeichen und Markierungen, die sie im Auto wieder erkennen müssen. Das Streckenlernen ist aufgrund des steigenden Grip-Levels ein fortwährender Prozess während des Wochenendes. Foto: wmd/Gorys/ar.NET
 
Der Buddh International Circuit nahe Delhi hat mit seiner langen Zielgeraden und einer sehr langen, fließenden Kurve Ähnlichkeiten zur Strecke in der Türkei.

Der Buddh International Circuit nahe Delhi hat mit seiner langen Zielgeraden und einer sehr langen, fließenden Kurve Ähnlichkeiten zur Strecke in der Türkei. Während beispielsweise die Kurve 8 in der Türkei aber mit 270 km/h durchfahren wird, sollten die Kurven in Indien mit 170 km/h (Kurve 10) und 210 km/h (Kurve 11) genommen werden. Die Rundenzeit und die Geschwindigkeit sind stark vom Grip-Level der Pirelli-Reifen auf der neuen Asphaltoberfläche abhängig. Eine Rundenzeit von 1:25.000 Minuten entspräche einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 218 km/h, eine Zeit von 1:30.000 Minuten würde eine Tempo von 205 km/h bedeuten. Das Lernen der Strecke begann vor dem Renn-Wochenende mit dem üblichen Streckenrundgang. Die Fahrer inspizieren die Strecke zu Fuß und merken sich bestimmte Zeichen und Markierungen, die sie im Auto wieder erkennen müssen. Das Streckenlernen ist aufgrund des steigenden Grip-Levels ein fortwährender Prozess während des Wochenendes. Das Team teilt das Trainingsprogramm so ein, dass die Fahrer so viel Zeit wie möglich haben, um sich mit den Feinheiten der Streckenführung anzufreunden.Mit den ersten Trainingsrunden beginnt zwar ein neuer Lernprozess, doch die Teams und Fahrer beginnen keineswegs bei null. Die Vorbereitungen auf das Rennen laufen bereits seit fast einem Jahr - bis zum Rennen am Sonntag werden rund eine Million Rennsimulationen hinter dem Team liegen. Aber wie setzen die Fahrer den Simulator vor dem Rennwochenende ein Die Streckenkarte für das erste Rennen auf dem  Buddh International Circuit ist mangels Informationen nicht detailliert genug, um Bodenwellen und die Beschaffenheit der Kerbs zu enthalten - beides beeinflusst die Fahrzeugabstimmung. Somit können die Fahrer den Simulator ausschließlich zum Kennenlernen der Strecke nutzen. Vor dem Grand Prix in Indien legt ein Team rund 100 Runden (fast zwei Renndistanzen) im Simulator zurück: Dabei werden eine Reihe an Spritmengen und Grip-Levels ausprobiert, um so viele Szenarien wie möglich abzudecken. Neben der Nutzung des Fahr-Simulators führt das Team auch Strategie-Simulationen durch, um so viele verschiedene Rennausgänge wie möglich zu analysieren. Bis zum Renntag berechnt ein Top-Team rund eine Million mögliche Varianten des Rennens. Diese bilden dann die Grundlage für die Herangehensweise an das Qualifying sowie den eigentlichen Grand Prix.  Die ersten Simulationen ergaben, dass der Volllastanteil auf der Strecke in Indien ungefähr 65 Prozent beträgt. Die längste Vollgaspassage dauert 14,5 Sekunden zwischen den Kurven drei und vier. Die Autos erreichen auf einer Runde an drei Stellen Geschwindigkeiten über 285 km/h. Die schnellste Kurve sollte Kurve 12 sein, die wohl mit 255 km/h durchfahren wird. Bei den ersten Vorbereitungen für den Grand Prix in Indien standen aber nicht die technischen, sondern die logistischen Herausforderungen im Vordergrund. Bereits im Dezember 2010 besuchten die Logistikverantwortlichen der Teams die Umgebung der Strecke. Normalerweise besuchen sie den Veranstaltungsort neun Monate vor dem Rennen, um den Aufbau der Boxen, die Zugangswege und die Lagerräume zu planen. Die technische Vorbereitung beginnt mit den Streckenplänen der Architekten. Die darauf verzeichneten Höhenunterschiede und Neigungen bilden ungefähr sechs Wochen vor dem Rennwochenende die Grundlage für die Streckenkarte in einer virtuellen Simulation. Diese Karte wird stetig mit Informationen von der FIA und der Strecke gefüttert und verbessert. In den vergangenen Jahren wurden viele Strecken erst kurz vor dem ersten Rennwochenende fertig gestellt - das war so in Abu Dhabi wie auch in Südkorea und gilt auch für den GP in Indien. Deshalb konnten die Teams vor Monaten keine digitalisierte Streckenkarte erstellen. (ar.NET/Peter Hartmann)  
 
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