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Formel 1: In Abu Dhabi ist erneut Siegeskraft gefragt
Friday, 11. November 2011
Der 5,554 lange Yas Marina Circuit in Abu Dhabi besitzt verhältnismäßig wenige schnelle Kurven, weshalb vor allem mechanischer Grip und Traktion der Formel-1-Boliden gefragt sind. Foto: Gorys/ar.NET
Der 5,554 lange Yas Marina Circuit in Abu Dhabi besitzt verhältnismäßig wenige schnelle Kurven, weshalb vor allem mechanischer Grip und Traktion der Formel-1-Boliden gefragt sind. Foto: Gorys/ar.NET
 
Nach der erfolgreichen Premiere in Indien reist die Formel 1 zum dritten Mal zum Grand Prix nach Abu Dhabi in die Vereinigten Arabischen Emirate und will damit seine Erfolgsgeschichte der Expansion aus den letzten Jahre fortsetzen.

Nach der erfolgreichen Premiere in Indien reist die Formel 1 zum dritten Mal zum Grand Prix nach Abu Dhabi in die Vereinigten Arabischen Emirate und will damit seine Erfolgsgeschichte der Expansion aus den letzten Jahre fortsetzen. Auch Singapur (2008) und Südkorea (2010) sind neu im F1-Kalender aufgenommen worden - und 2012 wird in den USA gefahren. Noch bevor in Russland die Königsklasse fährt, hat sich F1-Chef Bernie Ecclestone einen Traum erfüllt und will seine Jungs rund um den "Big Apple" schicken. Der GP New York ist bereits beschlossen, das Rennen findet in New Jersey statt, im Hintergrund mit der Kulisse von Manhattan. Wenn alles nach Plan läuft, soll im Juni 2013 in terminlicher Verbindung zum GP in Kanada das imageträchtige F1-Rennen starten. Ständig in Bewegung sein, das ist nicht nur auf der Rennstrecke Pflicht, auch neben dem Kurs ist globale Beweglichkeit von besonderer Bedeutung. Wer sich das Areal rund um den Yas Marina Circuit nahe Abu Dhabi näher betrachtet, kann ungefähr erahnen, wie viele Millionen Euros hier verbaut worden sind. Für die arabischen Investoren ist die Formel 1 mehr als nur ein Spaß, es ist die weltweite Bedeutung, ihr Landes bekannter zu machen. "Die Anlagen und die herzliche Aufnahme der Formel 1 am Yas Marina Circuit sind unübertroffen und zeigen das hervorragende Engagement des Landes für unseren Sport", sagte Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef in Abu Dhabi.  Teamchef Ross Brawn ergänzte: "Der Grand Prix von Abu Dhabi ist nicht nur das vorletzte Saisonrennen, sondern auch das letzte Heimrennen für Mercedes GP.  Unser Anteilseigner und Partner Aabar Investments hat seinen Sitz in Abu Dhabi. Hier haben wir ein geschäftiges und aufregendes Rennwochenende. Der Yas Marina Circuit ist ohne jeden Zweifel eine beeindruckende Streckenanlagen, die in den vergangenen Jahren für die Formel 1 gebaut wurden. Der Grand Prix hat sich rasch als ausverkaufte Veranstaltung etabliert, welche die Fahrer, Teams, Fans und Gäste gleichermaßen schätzen. Und natürlich ist der spätere Start bei diesem Rennen in der Dämmerung eine zusätzliche Herausforderung." Der 5,554 lange Yas Marina Circuit  besitzt verhältnismäßig wenige schnelle Kurven, weshalb vor allem mechanischer Grip und Traktion gefragt sind. Auch der Antriebsstrang wird stark belastet: Sowohl der Volllastanteil auf einer Runde als auch die Gesamtanzahl an Gangwechseln liegen über dem Saisondurchschnitt. Der Kurs hat drei sehr charakteristische Sektoren: Der erste ist kurz und hat mittelschnelle bis schnelle Kurven. Der zweite wird geprägt durch zwei Schikanen und zwei lange Geraden, wo geringer Luftwiderstand und hohe aerodynamische Effizienz wichtig sind. Im dritten Sektor gibt es langsame bis mittelschnelle Kurven, die hohen Abtrieb erfordern. Es war für die Teams ein wichtiger Teil der Arbeit am Freitag, den richtigen aerodynamischen Kompromiss zu finden. Dass die WM 2011 gelaufen ist, ist bekannt, jedoch wer den Titel des Vize-Weltmeisters tragen wird, noch nicht. Derzeit liegt Jenson Button (McLaren Mercedes) mit 240 Punkten auf dem zweiten Platz, gefolgt von Fernando Alonso im Ferrari (227) und Red Bull-Pilot Mark Webber (221 Punkte). Button gibt sich in Abu Dhabi zuversichtlich und verweist auf seine positiven Erlebnisse auf dem Yas Marina Circuit zurück: "Ich habe besondere Erinnerungen an Abu Dhabi, denn dort bin ich nach meinem WM-Triumph 2009 mein erstes Rennen gefahren, weshalb der Rennsport an diesem Wochenende besonders viel Spaß gemacht hat. Ich erinnere mich, dass ich mit Mark Webber einen fantastischen Kampf hatte und Dritter wurde." Dass in der Formel 1 bis zum Saisonende hart gekämpft wird, unterstreicht Teamchef Martin Whitmarsh (McLaren Mercedes): "Obwohl wir den zweiten Platz in der Konstrukteurs-WM fixiert haben und Jenson als WM-Zweiter ein sehr angenehmes Polster besitzt, ist die Saison noch lange nicht vorbei, in jeglicher Hinsicht. Wir werden weiterhin neue Entwicklungen für unser Auto bringen und werden mindestens so hart wie beim ersten Rennen im März in Australien kämpfen." Die Saison 2011 endet am 27. November im brasilianischen Sao Paulo. (ar.NET/Peter Hartmann)  
 
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