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Formel 1: An der Box ist schnelle Arbeit gefragt |
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Saturday, 12. November 2011 |
 | | In acht von 17 Rennen hatte Red Bull Racing den schnellsten Einzelstopp. Sieben Mal war Mercedes GP am schnellsten, McLaren und Ferrari je ein Mal. Foto: wmd/ar.NET | | |
Die Formel 1 ist ein Teamsport, bei dem jede einzelne Aufgabe wichtig ist. Klar, der Fahrer steht im Mittelpunkt und muss die Arbeit vor und hinter den Kulissen mit schnellen Runden umsetzen, dennoch ist das gute Zusammenspiel der gesamten Mannschaft auch ein Garant dafür in der Liga der Königsklasse des Motorsports ganz vorne mit zu fahren.
Die Formel 1 ist ein Teamsport, bei dem jede einzelne Aufgabe wichtig ist. Klar, der Fahrer steht im Mittelpunkt und muss die Arbeit vor und hinter den Kulissen mit schnellen Runden umsetzen, dennoch ist das gute Zusammenspiel der gesamten Mannschaft auch ein Garant dafür in der Liga der Königsklasse des Motorsports ganz vorne mit zu fahren. Während des Rennens hat der Boxenstopp eine ganz besondere Bedeutung. Hintergrund: Die Charakteristik der neuen Pirelli-Reifen, die das Rennen spannender gestalten sollte, ließ auch die Anzahl der Boxenstopps ansteigen - bislang gab es durchschnittlich 58 Stopps pro Rennen. Da wunderte es nicht, dass die geschickte Arbeit an der Box nicht nur in dieser Saison wichtig war, so ist durch die erhöhte Schlagzahl für die Boxenmannschaften die Geschwindigkeit und die Konstanz gefragter denn je. In den bisherigen 17 Saisonrennen gab es 1.013 Boxengassendurchfahrten, davon entfallen 25 auf Strafen - 21 Durchfahrtsstrafen und vier Stop-and-Go-Strafen. Somit liegt die Gesamtzahl an Boxenstopps in der Saison 2011 bei 988. Die meisten Boxenstopps gab es in Ungarn (85), der Türkei (81) und Spanien (77). Die wenigsten Stopps fanden in Italien (35), Monaco (41) und Australien (44) statt. Bei soviel Schnelligkeit stellt sich natürlich die Frage: Wie wird die Geschwindigkeit eines Boxenstopps gemessen Es gibt zwei verschiedene Betrachtungsweisen bei der Messung von Boxenstopps: Zum einen die Standzeit, also die Zeit, die es dauert, um alle vier Räder zu wechseln, sobald das Auto in der Box angehalten hat, sowie die Gesamtzeit in der Boxengasse - also die Zeit zwischen der Ein- und Ausfahrt aus der Boxengasse. Hier gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Teams messen die Standzeit mit ihren eigenen Methoden. Ein Stopp schneller als drei Sekunden ist unter Rennbedingungen sehr konkurrenzfähig. Die Gesamtzeit in der Boxengasse wird zentral gemessen und bildet damit die Grundlage für die verlässlichsten Vergleiche. Gilt wer auf der Rennstrecke schnell unterwegs ist, der arbeitet auch beim Boxenstopp präzise und zügig In acht von 17 Rennen hatte Red Bull Racing den schnellsten Einzelstopp. Sieben Mal war Mercedes GP am schnellsten, McLaren und Ferrari je ein Mal. Für das Gesamtbild ist jedoch die durchschnittliche Boxenstoppzeit repräsentativer. Um diese zu bestimmen, rechnet das Team Reparaturstopps heraus, die andere Abläufe verlangen und somit keine reinen Reifenwechsel-Stopps darstellen. Zusätzlich werden Stopps während einer Safety Car-Phase ignoriert, wenn der Verkehr in der Boxengasse die Performance stark beeinträchtigt. Das Weltmeister-Team 2011, Red Bull Racing, erzielte an neun Rennwochenenden die durchschnittlich schnellste Boxenstoppzeit (Malaysia, Türkei, Spanien, Kanada, Europa, Ungarn, Belgien, Italien, Indien). Mercedes GP war bei fünf Rennen durchschnittlich am schnellsten (China, Deutschland, Singapur, Japan, Korea) und McLaren arbeitete im Durchschnitt zwei Mal am schnellsten (Australien und Großbritannien) sowie Force India ein Mal (Monaco). Neun Mal erzielte in 17 Rennen ein und dasselbe Team den schnellsten Einzelstopp sowie den durchschnittlich schnellsten Boxenstopp: Red Bull Racing. (ar.NET/Peter Hartmann) |