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BMW-Motorsportchef Mario Theissen zieht sich zurück |
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Thursday, 30. June 2011 |
 | | Während seiner Aufgabe als Rennsport-Direktor hat Mario Theissen die Marke BMW oft aufs Podium geführt. Foto: BMW/ar.NET | | |
Eine Ära geht zu Ende: Am Mittwochabend (29. Juni 2011) wurde BMWs Motorsportchef Mario Theissen in der Münchener BMW Classic im Rahmen einer emotionalen Veranstaltung offiziell verabschiedet.
Eine Ära geht zu Ende: Am Mittwochabend (29. Juni 2011) wurde BMWs Motorsportchef Mario Theissen in der Münchener BMW Classic im Rahmen einer emotionalen Veranstaltung offiziell verabschiedet. Ab 1. Juli übernimmt Jens Marquardt die alleinige Verantwortung für alle Rennsport-Projekte von BMW.
Über 100 Wegbegleiter waren gekommen, um gemeinsam mit Theissen auf die Karriere des leidenschaftlichen Sportsmannes zu blicken. Darunter auch der amtierende Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, Nick Heidfeld, Alessandro Zanardi, Peter Sauber, Franz Tost, Norbert Haug, Stefano Domenicali und die aktuellen BMW-Werksfahrer. Theissen hat in seiner Zeit als Motorsport-Direktor bei den Weiß-Blauen unzählige Siege und Titel von BMW-Teams und -Fahrern in unterschiedlichen Championaten und Disziplinen feiern können.
Gestartet in der damals gerade erst gegründeten Motorenberechnung, hat Theissen genau die Hälfte seiner 34 Jahre in Diensten von BMW zur Entwicklung von Serienfahrzeugen beigetragen. Die andere Hälfte bestand aus fünf Jahren Innovationsprojekten und zwölf Jahren Motorsport. Gleich bei seinem ersten großen Rennen, dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans (FR) 1999, gelang mit dem BMW V12 LMR der triumphale Gesamtsieg. Es folgten Erfolge in Serie, ganz gleich ob in der Formel 1, auf der Langstrecke oder im Tourenwagensport. Auch die Nachwuchsförderung lag Theissen am Herzen. Unter seiner Leitung brachte die Formel BMW zahlreiche heutige Formel-1-Piloten hervor, allen voran Sebastian Vettel.
"Ich habe die vergangenen 34 Jahre bei BMW sehr genossen", sagte Theissen. Für ihn war der Motorsport die Steigerung all dessen, was er vorher erlebt hat. Dazu gehörte "extremer Zeitdruck, Fort- und Rückschritte im 2-Wochen-Takt, Triumphe und Dramen, und das Ganze in aller Öffentlichkeit. Es war eine fantastische Zeit." Theissen dankte besonders seinen Mitarbeitern. "Ihr unermüdlicher Einsatz hat es überhaupt erst möglich gemacht, dass BMW ein Dauergast auf dem Podium ist und wir die Erfolgsgeschichte des Unternehmens im Rennsport um einige Kapitel erweitern konnten." Aber auch seiner Familie gebührte Dank, denn in den vergangenen Jahren sei "einiges buchstäblich auf der Strecke geblieben".
Dr. Klaus Draeger, im Vorstand der BMW AG zuständig für Entwicklung, würdigte Theissens Verdienst in der Wahrnehmung der Marke: "Im Verlauf seiner zwölfjährigen Amtszeit hat er die Präsenz von BMW auf den Rennstrecken dieser Welt entscheidend geprägt. Ob in der Formel 1 oder auf der Langstrecke, im Tourenwagensport oder in der Nachwuchsförderung: Unter Mario Theissens Führung hat BMW Motorsport in allen relevanten Disziplinen Erfolge gefeiert. Wir verabschieden uns nicht nur von einem herausragenden Ingenieur und Teamchef, sondern auch von einem absoluten Motorsport-Enthusiasten." (ar.NET/br) |