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24h Nürburgring: Volkswagen mit gemischten Gefühlen
Monday, 27. June 2011
Service fürMark Blundell, der zum ersten Mal durch die
Service fürMark Blundell, der zum ersten Mal durch die "Grüne Hölle" musste.. Fotos: VW/UnitedPictures.COM
 
Glück und Pech lagen für für die Volkswagen-Crew bei der 39. Ausgabe des 24h-Rennens am Nürburgring dicht beieinander. Mit dem Doppelsieg in ihrer Klasse wiederholten die beiden blauen Biogas-Scirocco GT24-CNG ihren Erfolg des Vorjahres.

Glück und Pech lagen für für die Volkswagen-Crew bei der 39. Ausgabe des 24h-Rennens am Nürburgring dicht beieinander. Mit dem Doppelsieg in ihrer Klasse wiederholten die beiden blauen Biogas-Scirocco GT24-CNG ihren Erfolg des Vorjahres. Die drei Dakar-Sieger Carlos Sainz, Nasser Al-Attiyah und Giniel de Villiers sowie Tourenwagen-Legende Klaus Niedzwiedz pilotierten den 330 PS starken Scirocco neben dem Klassensieg auf einen guten 27. Gesamtrang. Weniger glücklich lief die mit Spannung erwartete Premiere der drei 450 PS starken Golf24. Alle drei innerhalb kurzer Zeit aufgebauten Rennprototypen, die auch als Hommage an 35 Jahre Golf GTI an den Start gingen, mussten das Rennen vorzeitig beenden. Nach einer beeindruckenden Leistung im ersten Renndrittel, wo unter anderem Volkswagen-Pilot Thomas Mutsch (#135) sich ein packendes Duell mit Nordschleifen-Legende "Strietzel" Stuck im Lamborghini Gallardo lieferte, fielen zwei Golf in nur 15 Minuten aus. DTM-Pilot Edoardo Mortara schlug mit dem Mutsch Golf nach einem Unfall bei der Boxen-Einfahrt frontal in die Planken ein. Mortara wurde ins Krankehaus nach Adenau gebracht, konnte aber wenig später wieder entlassen werden. Nur zehn Minuten später musste der Golf #35 von Peter Terting, Nicki Thiim, Franck Mailleux und René Rast aufgeben. Das extra für dieses Rennen entwickelte Renn-Getriebe hat die Belastung nicht durchgehalten. Das gleiche Schicksal ereilte am Sonntagmittag auch den letzten Golf24 mit der #235, pilotiert von den früheren Formel-1-Piloten Johnny Herbert und Mark Blundell sowie Patrick Bernhardt und Porsche-Cup-Weltmeister René Rast. Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen: "Das extrem anspruchsvolle 24-Stunden Rennen am Nürburgring ist kein Wunschkonzert. Wenn man einen Rennwagen entwickelt, muss man an die Grenzen gehen. Wir sind sicher nicht die Einzigen, die noch Hausaufgaben mit nach Hause nehmen." Respekt bezeugte auch Mark Blundell, der auf dem Golf24, #235 zum ersten Mal durch die "Grüne Hölle" musste: "Mein erster Start beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring war wirklich hart. Langstrecken-Rennen sind grundsätzlich schwierig, aber die Nordschleife ist wirklich einzigartig - kein Vergleich zu Le Mans, Daytona oder Spa. Es ist ein Rennen, das jeder Rennfahrer auf der Welt zumindest einmal gefahren sein sollte. Ich würde gerne wiederkommen, denn jetzt weiß ich sehr genau, was mich erwartet." Und Dakar-Ass Carlos Sainz konnte sich anschließend sogar zu einer kleinen"Liebeseklärung" für seinen Scirocco GT24-CNG, (#117, Platz 27) durchringen: "Es ist immer ein schönes Gefühl, bei so einem schwierigen Rennen die Zielflagge zu sehen. Jetzt nach meinem dritten Rennen hier auf der Nordschleife haben wir beide endlich Freundschaft geschlossen. Von meiner Seite aus war das immer schon so, aber jetzt ist daraus eine Liebe geworden, die auch erwidert wird." (ar.NET/UM
 
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