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Vorstellung Mercedes-Benz SL: Edel-Renner
Friday, 14. March 2008
Mercedes-Benz SL
Foto: ar
Mercedes-Benz SL Foto: ar
 
Mercedes-Benz SL von 1957
Foto: ar
Mercedes-Benz SL von 1957 Foto: ar
Mercedes-Benz SL
Foto: ar
Mercedes-Benz SL Foto: ar
Mercedes-Benz SL
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Mercedes-Benz SL Foto: ar
Mercedes-Benz SL
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Mercedes-Benz SL
Foto: ar
Mercedes-Benz SL Foto: ar
Mercedes-Benz SL
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Mercedes-Benz SL Foto: ar
Mercedes-Benz SL
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Mercedes-Benz SL Foto: ar
Mercedes-Benz SL
Foto: ar/Mercedes-Benz
Mercedes-Benz SL Foto: ar/Mercedes-Benz
Mercedes-Benz SL - Airscarf-Heizung in der Kopfstütze
Foto: ar/Mercedes-Benz
Mercedes-Benz SL - Airscarf-Heizung in der Kopfstütze Foto: ar/Mercedes-Benz
Mrcedes-Benz SL - Der Stern zu Besuch bei den Stars auf dem Hollywood Boulevard.
Foto: ar/Mercedes-Benz
Mrcedes-Benz SL - Der Stern zu Besuch bei den Stars auf dem Hollywood Boulevard. Foto: ar/Mercedes-Benz
Der Besitzer eines Mercedes-Benz SL 300 Flügeltürers hätte den Fahrer eines SL 300 Roadster von 1957 einen Warmduscher genannt, wenn das Schmähwort damals schon geläufig gewesen wäre. Denn mit seinem Flügeltürer konnte er Rennen gewinnen. Roadster-Fahrer dagegen wollten auch Komfort und Luxus genießen. Heute muss man sich nicht mehr für oder gegen Sportlichkeit oder Komfort entscheiden. Wie gut sich heute beides verbinden kann, beweist die Neuauflage des Mercedes-Benz SL.

Die Automobiltechnik vergrößert heute sogar den einstmals unüberwindlich scheinenden Spagat zwischen rauer Sportlichkeit und luxuriösem Gleiten. Das zeigt schon das weit gespreizte Motorenprogramm beim neuen großen Mercedes-Benz Roadster. Im SL 280 bietet Mercedes-Benz einen neuen Einstiegs-Sechszylinder mit 170 kW / 231 PS an. Im SL 350 arbeitet ein ebenfalls neuer ?Sportmotor?, ein Hochdrehzahl-Sechszylinder mit 232 kW / 316 PS. Der Achtzylinder im SL 500 leistet 285 kW / 388 PS und der Zwölfzylinder im SL 600 380 kW / 517 PS. Wem das noch nicht reicht, der kann sich bei AMG mit einem Achtzylinder von 386 kW / 525 PS und einem Zwölfzylinder von 450 kW / 612 PS bedienen. Es ist also für jeden SL-Freund etwas dabei, der zwischen rund 80 000 Euro und mehr als 220 000 Euro ausgeben will.

In seiner Preisliste nennt Mercedes-Benz auch gleich Leasingraten. Denn zumindest in Deutschland werden die meisten SL als Geschäftfahrzeuge zugelassen und daher häufig geleast. Die Monatsraten betragen zwischen mehr als 1000 Euro und mehr als 3000 Euro. Der größte Absatzmarkt für den Roadster aber nicht in Deutschland, sondern in Übersee. Die Amerikaner greifen besonders gern zu, gefolgt von den Asiaten. Und auch der russische Markt wächst zusehends.

Eines der Erfolgsrezepte des SL stellt die Verbindung von zeitgemäßem Design mit klassischen Elementen dar. Den Vätern des SL liegt offenbar sehr daran, den Kontakt zur Vergangenheit - in diesem Falle Tradition genannt -zu betonen. Der Kühlergrill mit dem großen Stern in der Mitte, getragen von einer einigen, breiten Querspanne, stammt ebenso von den beiden ersten SL wie die beiden oft kopierten Kiemen am hinteren Ende des vorderen Kotflügels und die typischen langen, ?Powerdome? genannten Ausbuchtungen auf der Motorhaube. Die Haube selbst trägt ebenfalls Züge des Ur-SL. Bei der Präsentation des neues SL in Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien war die Rede davon, dessen Stil sei Vorbild für die kommenden Mercedes-Benz Modelle, dort vermutlich ohne Powerdomes.

Mit dem Bug und dem Heck signalisiert der aktuelle SL Bodenhaftung im sportlichen Sinne. Die Gestaltung betont die Breite. Der Blick des neuen Gesichts mit den weit in die Seite hineingezogenen Scheinwerfer wirkt energischer als beim Vorgänger. Hinten wird die ganze Wuchtigkeit des Auftritts deutlich: breit und hoch auf breiten Reifen spricht dieses Heck mit Diffusoptik und den beiden rautenförmigen Auspuffendrohren eine deutliche Sprache. Der Vorausfahrend lernt beim Blick in den Rückspiegel, dass er besser die Bahn räumt. Das Heck signalisiert ihm zum Trost: Ärgere dich nicht! Hier kannst Du leider nicht mithalten.

Die Seitenansicht spricht eher die Fußgänger am Straßenrand an. Auch hier steht der Blechanzug zwar für Sportlichkeit und Geschwindigkeit. Doch die Designer paarten die ausgestellten Radhäuser, die ansteigende Keillinie und den Schweller mit einer großen Portion Eleganz. Selbst bei geschlossenem Blechdach wirkt er gleichzeitig schnell, stark, hochwertig und chic - ganz der neuen Philosophie der Marke entsprechend.

Genau passend zu diesem Äußeren geriet auch das Innere. Weiche, elegante Linien und gute Materialien bestimmen das Bild. Dank der umfangreichen Einstellmöglichkeiten der bequemen und doch guten Seitenhalt vermittelnden Sitze und des Dreispeichen-Lenkrads finden selbst Sitzriesen eine gute Position hinter der flachen Windschutzscheibe. Man sitzt tief im SL, so tief wie in einem Sportwagen üblich.

Das Fahren bei offenem Dach gerät bei diesem Roadster zu einem unerwartet großen Vergnügen. Denn erstens halten Aerodynamik und Windschott den Fahrtwind fast ganz draußen vor der Tür und zweitens sorgt die Nackenheizung namens ?Airscarf? in der Kopfstütze (Aufpreis 595 Euro) für wohlige Wärme. Bei der Präsentation des SL in Kalifornien pendelten wir zwischen sechs Grad Celsius in 2000 Metern Höhe und 31 Grad Celsius in der Wüste - immer mit offenem Dach. Uns war es nie zu kalt.

Wir hatten viel Spaß an der neuen mechanischen Direktlenkung (Aufpreis 178 Euro), die dem Zweitonner eine unerwartete Agilität verschafft, an dem serienmäßigen Sieben-Gang-Automaten, der vom SL 350 an sogar mit Zwischengas schaltet und an der neuen Generation des Aktiven Fahrwerks, das beim SL 350 knapp 4000 Euro zusätzlich kostet, bei den größeren Motoren aber im Basispreis enthalten ist.

Schon der SL 280 schafft die 100 km/h-Marke nach 7,8 Sekunden und wird bei 250 km/h abgeregelt. Doch das Gefühl der sportwagentypischen Leichtfüßigkeit stellt sich erst beim SL 350 ein, der 6,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h benötigt. Beim SL 500 sind es 5,4 Sekunden und beim SL 600 4,5 Sekunden.

Mercedes-Benz zeigt sich wieder stolz darauf, dass die neuen Motoren mehr leisten und weniger verbrauchen. Beim SL 280 laufen nach der Euronorm durchschnittlich 9,4 Liter Super pro 100 km durch (entsprechend 224 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer), beim SL 350 9,9 Liter (326 gm), beim SL 500 11,9 Liter (284 g/km) und beim SL 600 13,9 Liter Super Plus (330 g/km). Den Zwölfzylinder bezeichnet Mercedes-Benz als den sparsamsten seiner Klasse.

630 000 SL-Roadster hat Mercedes-Benz seit den Anfängen 1957 weltweit absetzen können. Es sieht ganz danach aus, als werde sich diese Erfolgsgeschichte mit dem neuen SL noch steigern lassen. Denn immer mehr können und wollen sich Fahrzeuge wie diese leisten, die sich voller Kraft, Komfort und Sportlichkeit sowohl für die Langstrecke als auch für den sportlichen Spurt eignen. (ar/Sm)

Daten: Mercedes-Benz SL 350

Außenmaße: 4,56 m x 1,82 m x 1,32 m
Motor (Bauart, Hubraum): 3489 ccm V6-Zylinder
Max. Leistung: 232 kW / 316 PS bei 6500 U/min
Max. Drehmoment: 360 Nm bei 4900 U/min
Verbrauch NEFZ im Mittel: 9,9 Liter Super
CO2-Emission: 236 g/km
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 6,2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (abgeregelt)
Leergewicht/Zuladung: 1825 kg / 295 kg
Kofferraum: 235 Liter bei offenem Dach, 339 Liter geschlossen
Basispreis: 86 572,50 Euro

(Mehr Fotos finden Sie bei unseren Kollegen von www.unitedpictures.com)

 
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