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Vorstellung Jaguar XK Coupé 5.0 L: Die Katze schärft die Krallen
Friday, 13. March 2009
Jaguar XK 5.0 L. Foto: ar
Jaguar XK 5.0 L. Foto: ar
 
Jaguar XK 5.0 L. Foto: ar
Jaguar XK 5.0 L. Foto: ar
Jaguar Drive Control. Foto: ar/Jaguar
Jaguar Drive Control. Foto: ar/Jaguar
Jaguar XK 5.0 L. Foto: ar/Jaguar
Jaguar XK 5.0 L. Foto: ar/Jaguar
Mehr Leistung und mehr Luxus verspricht Jaguar für den XK des Modelljahres 2010. Dort arbeitet künftig ein neu konstruierter 5,0-Liter-V8, der nicht nur ein Plus an Kraft bietet, sondern auch keinen Mehrverbrauch hat. Der Kraftstoffkonsum sinkt sogar geringfügig, allerdings um im Alltag wohl kaum wahrnehmbare 0,1 Liter je 100 Kilometer. Doch auf dem Papier ergibt sich bei 11,2 Litern Durchschnittsverbrauch immerhin eine CO2-Redizierung um fünf auf 264 Gramm pro Kilometer.

Aus exakt 5000 Kubikzentimetern Hubraum schöpft das neue Triebwerk 283 kW/385 PS. Das sind fast 90 PS mehr als beim bisherigen 4.2 L. Das rückt die in absoluten Zahlen eher geringe Kraftstoffeinsparung in ein etwas anderes Licht. Noch stolzer sind die britischen Motorenkonstrukteure auf das Ergebnis bei der 375 kW/510 PS starken Kompressorversion XKR. Es handelt sich laut Jaguar um den einzigen Motor mit über 500 PS, der weniger als 300 g/km CO2 emittiert.

Doch nicht nur mehr Leistung bekommen Kunden, die sich ab April 2009 für ein Modell des neuen Baujahrs entscheiden. Zweite große Änderung ist die Übernahme der aus dem XF bekannten Jaguar Drive Control. Sie erlaubt drei spezifische Einstellungen, von denen für die sportlich orientierte Klientel der britischen Edelmarke der Dynamik-Modus die interessanteste Option darstellt. Sie strafft das Fahrwerk und optimiert das Motormanagement weiter. Die Folge: Gas- und Schaltbefehle werden nochmals zügiger umgesetzt. Im Winter-Modus passiert genau das Gegenteil: Die Leistungsentfaltung des V8 wird zugunsten einer sichereren Traktion dezent zurückgenommen. Angefahren wird beispielsweise dann grundsätzlich im zweiten Gang der 6-Gang-Automatik. In beiden Modi lässt sich zudem die Traktionskontrolle für Fahrten auf trockenem Asphalt auf weniger Systemeingriffe einstellen.

Anstelle eines herkömmlichen Hebels kommt mit der Drive Control nun auch im XK ein Drehschalter für die Automatik zum Einsatz, der sich nach Starten des Motors elektrisch aus der Mittelkonsole ausfährt, Platz spart und intuitiv und spielend leicht zu bedienen ist.

Dank Leistungs- und Hubraumzuwachs ist der XK ein noch souveräneres Fahrzeug geworden. Bereits die Standardeinstellung der Automatik lässt keine Wünsche offen. Spontan hängt der 5,0-Liter-Saugmotor am Gas. Vor allem der harmonische Gesamtauftritt von Kraftentfaltung und akustischer Unaufdringlichkeit überzeugt durch ihre Kultiviertheit. Ein gänzlich anderes Bild ergibt sich, wenn die Automatik auf Sport und die Drive Control auf Dynamik stehen. Dann sprechen alle Systeme noch schärfer an, und der XK verwandelt sich in eine sprungbereite Raubkatze, wird vom luxuriösen GT zum rassigen Sportwagen. Das langsam ansteigende Fauchen der Auspuffendrohre geht jenseits von 4000 Umdrehungen in der Minute in ein beeindruckendes Brüllen über. Jaguar lässt dem Fahrer die Wahl: Er kann, muss aber nicht, die Muskeln auch akustisch spielen lassen, wobei das etwas schrille Klangerlebnis im mittleren Drehzahlbereich nicht jedermanns Geschmack sein dürfte.

Mit einer Beschleunigung von 5,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h unterbietet der neue XK seinen Vorgänger um mehr als eine halbe Sekunde. Gleiches gilt mit 2,5 Sekunden für den Durchzug zwischen 80 km/h und 112 km/h Gekoppelt ist das ganze Fahrerlebnis mit einer adaptiven Federung, die einhundert Mal in der Sekunde die Karosseriebewegungen analysiert und vorausdenkt.

Äußer- und innerlich wurde der XK noch einmal weiter verfeinert. Die Frontpartie erhielt an den Kanten einen etwas schärferen Schnitt. Die Außenspiegel sind ebenfalls neu. Die Heckschürze wurde tiefer gezogen und die Rückleuchten orientieren sich nun am XF-Design.

Neben dem XK und dem XKR mit dem 510-PS-Kompressormotor bieten die Briten den XK Portfolio mit 19-Zoll-Rädern als noch luxuriösere Variante an. Dabei kam Jaguar mit dem Premium-Velours-Dachhimmel einem vielfachen Kundenwunsch entgegen, der im Cabriolet künftig zum Serienumfang gehört. Die Lederverkleidung des Armaturenbretts und der Türinnenseiten erhielten zudem farblich abgesetzte Doppelnähte, und die Vordersitze sind 16-fach verstellbar sowie nicht nur beheiz-, sondern auch kühlbar. Eine 525-Watt-Bowers & Wilkins-Audioanlage gehört ebenfalls dazu. Exklusiv für den XK Portfolio steht marmoriertes Eichenholz für die Paneele zur Verfügung. Zudem wurde bei allen XK-Modellen die untere Speiche des im Portfolio auch beheizbaren Lenkrads mit Leder verkleidet. Freuen darf sich die Kundschaft auch über eine Verlängerung der Wartungsintervalle von 16 000 auf nunmehr 24 000 Kilometer.

Keine Frage, Jaguar beherrscht mit dem XK des Modelljahrs 2010 den Spagat zwischen Kultiviertheit und Sportlichkeit noch besser als bisher. Dafür muss der Kunde rund 3500 Euro mehr bezahlen. Markteinführung des neuen Modelljahrgangs ist am 26. April 2009. (ar/jri)

Daten: Jaguar XK Coupé 5.0 L

Länge x Breite x Höhe: 4,79 m x 1,89 m x 1,32 m
Motor (Bauart, Hubraum): V8-Benziner, 5000 ccm
Max. Leistung: 283 kW/385 PS bei 6500 U/min
Max. Drehmoment: 515 Nm bei 3500 U/min
Verbrauch NEFZ im Mittel: 11,2 l
CO2-Emission: 264 g/km
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 5,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
Leergewicht/Zuladung: 1660 kg/415 kg
Kofferraum: 330 Liter
Wendekreis: 10,9 m
Basispreis: 88 900 Euro
 
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