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Vorstellung: Ford Focus - dynamisch und sparsam wie nie
Monday, 4. April 2011
Der neue Focus wird in drei Karosserieversionen angeboten: als 5-türiges Fließheck, Viertürer mit Stufenheck und als 5-türiger Kombi. Foto: UnitedPictures/ar.NET
Der neue Focus wird in drei Karosserieversionen angeboten: als 5-türiges Fließheck, Viertürer mit Stufenheck und als 5-türiger Kombi. Foto: UnitedPictures/ar.NET
 
Wenn am 9. April die dritte, von A bis Z neu entwickelte Generation des Ford Focus erstmals bei den deutschen Händlern zu betrachten ist, zählen keine Weltauto-Statements mehr - der kompakte Neue, der im Werk Saarlouis von den Bändern rollt, muss sich dem harten Wettbewerb in diesem Segment stellen.

Wenn am 9. April die dritte, von A bis Z neu entwickelte Generation des Ford Focus erstmals bei den deutschen Händlern zu betrachten ist, zählen keine Weltauto-Statements mehr - der kompakte Neue, der im Werk Saarlouis von den Bändern rollt, muss sich dem harten Wettbewerb in diesem Segment stellen. Die Hoffnungen der Kölner Führungsspitze sind natürlich groß, dem unumstrittenen Marktführer VW Golf zahlreiche Kunden abspenstig zu machen und zumindest zum Opel Astra aufschließen zu können. Ob das gelingt, wird man sehen. Zumindest haben die Kölner Designer und Ingenieure die Voraussetzungen dafür geschaffen. Mit einem dynamisch-sportiven Auftritt präsentieren die drei Karosserieversionen - 5-türiges Fließheck, Viertürer mit Stufenheck, 5-türiger Kombi, der traditionell wieder den Namen "Turnier" trägt - die nächste Evolutionsstufe der "kinetic-Design"-Philosophie von Ford. Dabei kreieren die markante Frontpartie, das dynamische Profil und die ansteigende Gürtellinie einen athletischen Auftritt. Tatsächlich steht der neue Focus nochmals kraftvoller auf den Rädern als sein Vorgänger, was auch die Karosserieabmessungen unterstreichen. Mit einer Höhe von 148,4 Zentimetern ist er 16 Millimeter flacher, dank einer Außenbreite ohne Spiegel von 1,823 Metern um 1,6 Zentimeter schmaler und mit 4,358 Metern um 21 Millimeter länger. Zugleich legte der Radstand um acht Millimeter auf beachtliche 2,648 Meter zu. Der sportive Eindruck, den das Blechkleid vermittelt, findet sich im Innenraum wider. Auffälligstes Merkmal ist die an ein Cockpit erinnernde Armaturentafel inklusive der Mittelkonsole, die auf den Fahrer ausgerichtet ist. Die zahlreichen Schalter verwirren auf den ersten Blick. Doch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase findet man sich zurecht. Dank der jüngsten Genration des HMI-Systems wird die Regelung aller wichtigen Fahrzeugfunktionen nämlich lediglich über zwei Displays ermöglicht. Gesteuert werden sie jeweils über 4-Wege-Schaltwippen einschließlich mittlerer Auswahltaste, die intuitiv bedienbar in die Lenkradspeichen integriert sind. Vorne und hinten gibt es genügend Bewegungsfreiheit für fünf Insassen, Fahrer und Beifahrer nehmen auf komfortablen, ausreichend Seitenhalt bietenden Sitzen Platz, und die recht hochwertigen Materialien sind passgenau verarbeitet. Besonders bei der Armaturentafel fällt angenehm die berührungsfreundliche Softtouch-Oberfläche auf. In puncto Fahrdynamik und Agilität konnten bereits die ersten Generationen des Focus positiv punkten. Jetzt legten die Ford-Techniker nochmals nach, indem sie das für die Dynamik wichtige "Torque Vectoring Control-System" entwickelten, das ab der Basisversion serienmäßig ist. Dieses System regelt elektronisch die Aufteilung des Drehmoments zwischen den angetriebenen Vorderrädern durch einen gezielten Bremseingriff. Resultat: Unerwünschtes Unter- oder Übersteuern in Kurvensituationen wird reduziert, und Traktion sowie Einlenkverhalten werden verbessert. Da außerdem das Fahrwerkskonzept in vielen Details weiter präzisiert und zum Beispiel die Konzeption der Schwertlenker-Multilink-Hinterachse ebenso optimiert wurde wie der Fahrwerksrahmen der Vorderachse, ist der Focus nicht nur noch agiler zu bewegen, sondern bewegt sich jetzt fast wie auf Schienen. Die nochmals verbesserten Fahreigenschaften und -leistungen werden auch durch die moderne Motorenpalette ermöglicht. Zum Verkaufsstart steht der Eco-Boost-Benzindirekteinspritzer-Turbo mit 1,6 Liter Hubraum ebenso zur Verfügung wie eine Auswahl an überarbeiteten Duratorq-TDCi-Turbodieseln mit Common-Rail-Technologie, wobei der 1,6-Liter-Benziner bei ersten Testfahrten den souveränsten Eindruck vermittelte. Unter dem Label "Ford Econetic Technology" bietet Ford zusätzlich verbrauchsmindernde Technologien an. Hierzu zählt zum Beispiel das automatisierte Start-Stopp-System, das im Focus erstmals für alle Versionen mit 1,6-Liter-Eco-Boost- und Duratoq-Motoren serienmäßig erhältlich ist. Innovative Fahrerassistenzsysteme wie u.a. das Low Speed Safety System, das überhaupt zum ersten Mal in einem Ford-Modell verfügbar ist, Einpark-Assistent, Spurhalte-Assistent mit Spurhalte-Warnung, Verkehrsschild-Erkennungssystem, Müdigkeitswarner und eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Auffahr-Warnsystem sind Sicherheits-Features, die in dieser Fülle in der Kompaktklasse unbekannt sind. Doch auch wenn dank erhoffter hoher Stückzahlen die Aufpreise mit gut 3.000 Euro dafür relativ niedrig eingepreist wurden, sind die Basispreise ab 17.850 Euro (Schrägheck) und 18.350 Euro (Stufenheck) natürlich Makulatur. Aber auch für rund 25.000 Euro bietet der neue Focus eine Menge Gegenwert. (ar.NET/Hans H. Grassmann) Weitere Fotos zum Thema unter UnitedPictures.com. Film zum Thema unter UnitedPictures.TV.
 
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