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Fahrbericht Volkswagen Golf Variant 1,4 TSI: Wartezeit erleichtert
Friday, 19. September 2008
Volkswagen Golf Variant. Foto: ar/Volkswagen
Volkswagen Golf Variant. Foto: ar/Volkswagen
 
Volkswagen Golf Variant. Foto: ar/Volkswagen
Volkswagen Golf Variant. Foto: ar/Volkswagen
Volkswagen Golf Variant. Foto: ar/Volkswagen
Volkswagen Golf Variant. Foto: ar/Volkswagen
Während der neue Volkswagen Golf auf Island die ersten Runden mit Fachjournalisten am Steuer dreht und so sein Händlerdebüt im Oktober dieses Jahres vorbereitet, verkauft sich sein Vorgänger, der VW Golf V, heute besser als im Vorjahr. Das hat die Autowelt bisher noch selten erlebt, dass die Verkaufszahlen vor dem Modellwechsel nicht einbrechen. Einen erheblichen Anteil an diesem erstaunlichen Erfolg fährt zur Zeit die Kombiversion, der Golf V Variant, ein.

Die Deutschen sind nun einmal ein Volk der Kombifahrer. Beim Golf, dem Lieblingsauto der Deutschen, kommt jeder dritte als Variant daher, obwohl die Marke mit dem Golf Plus und dem Touran noch zwei weitere Lademeister auf Golf-Basis anbietet. Aber Variant-Fahrer bestehen nun einmal auf ihrer Vorstellung der besten Kombination von Passagierabteil und Laderaum. Deswegen werden auch dieses Mal viele von ihnen gern auf den nächsten Golf Kombi warten oder sich jetzt noch für den Golf V-Variant entscheiden, weil sie nicht mehr warten wollen.

Einen Fehler begehen sie mit der Entscheidung für den jetzt verfügbaren Variant nicht, denn der ist auf der Höhe der Zeit geblieben. Das zeigte sich bei unseren Testfahrten mit einem Golf Variant Comfortline 1,4 TSI mit dem Vierzylinder-Benziner von 90 kW / 122 PS und Sechs-Gang-Handschaltung.

Über die Äußerlichkeiten und die inneren Qualitäten des Golf V muss man kaum noch ein Wort verlieren. Man weiß die eingängige Linienführung der Karosserie und weiß die sachlich-unspektakuläre, aber moderne und gleichzeitig gediegen wirkende Gestaltung des Innenraums zu würdigen, schätzt den Platz für vier bis fünf Personen, den Kofferraum mit 505 Litern bis 1495 Litern Inhalt und die Zuladung von stolzen 630 kg.

Mehr Aufmerksamkeit hat heute der Motor verdient. Es handelt sich um ein Beispiel aus dem Hause Volkswagen, wie man mit kleinerem Hubraum, Abgas-Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung Leistung und Drehmoment bei kleinem Verbrauch entwickelt. Das Leergewicht von wenig mehr als 1300 kg schieben die 122 PS und das maximale Drehmoment von 200 Newtonmetern (zwischen 1500 und 4000 Umdrehungen pro Minute) in 9,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h; die Höchstgeschwindigkeit kratzt an der 200-km/h-Grenze.

Der Verbrauch an Superbenzin liegt (nach EU-Norm) im Schnitt bei 6,4 Litern. Der Wert beeindruckt, zumal sich in der Praxis zeigt, dass sich mit sanftem Gasfuß ein Verbrauch um die sieben Liter einstellen lässt. Das sind Werte, die zeigen, wie das Downseizing Benziner und Diesel beim Verbrauch zusammenrücken lässt. Für neun Liter braucht es bei diesem Motor schon den Kampfstart an Ampel und den Bleifuß auf der Autobahn.

Wir fanden das beeindruckend und hatten unseren Spaß mit dem durchzugstarken Benziner. Den kleinen Hubraum spürt man nur beim Anfahren. Da verlangt er mehr Drehzahl als der Diesel-Fahrer gewohnt ist. An den Zwang zum gefühlvolleren Umgang mit Gaspedal und Kupplung gewöhnt man sich schnell.

Fazit: Mit dem Golf V Variant werden seine Fahrer immer noch vorbildlich bedient. Da fällt es leicht, auf den Golf VI Variant zu warten. (ar/Sm)

Daten: Volkswagen Golf Variant 1,4 TSI Comfortline

Länge x Breite x Höhe: 4,56 m x 1,78 m x 1,50 m
Leergewicht: 1310 kg
Motor (Bauart, Hubraum): 1,4 l Vierzylinder Turbo Direkteinspritzer
Max. Leistung: 90 kW / 122 PS
Max. Drehmoment: 200 Nm von 1500 bis 4000 U/min
Verbrauch NEFZ im Mittel: 6,4Liter Super
CO2-Emission: 153 g/km
Beschleunigung 0 auf 100 km/h:9,8 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 197 km/h
Kofferraum: 505 Liter bis 1495 Liter
Zuladung: 630 Kg
Zulässige Anhängelast: 1300 km (gebremst), 690 kg (ungebremst)
Basispreis: 22 125 Euro
 
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