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Nissan Bevel: Auf keinen Fall stereotyp |
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Monday, 8. January 2007 |
 | | Nissan Bevel. Foto: ar | | |
Die von Nissan auf der Detroit Motor Show als Weltpremiere gezeigte Konzeptstudie Bevel wagt einen Ausblick in die fernere Zukunft des SUV (Sport Utility Vehicle). Dabei räumt sie gründlich mit Stereotypen auf: Der Fahrer steht im Mittelpunkt, das Fahrzeug fungiert dabei als "verlängerte Werkbank" des freizeitorientierten Besitzers.
Zu dem in drei unterschiedliche Zonen aufgeteilten Interieur zählen ein hypermodernes Digital-Cockpit und eine komfortable Komfort-Zone rund um den Fahrersitz. Die Türanordnung (eine Flügeltür auf der Fahrer-, zwei gegenläufig öffnende Türen auf der Beifahrerseite) ist ebenso asymmetrisch ausgelegt wie das Glasdach, in das Solarzellen und ein innovatives Dachträgersystem integriert sind. Bei 4,39 Metern Länge sollen dank 2,39 Metern Radstand üppige Platzverhältnisse herrschen. Mit 1,62 Meter Höhe ist der Bevel knapp sieben Zentimeter flacher als der Murano - dank des sehr niedrigen Ladebodens ist die nutzbare Laderaumhöhe jedoch identisch. Eine tief heruntergezogene Frontpartie, eine große Windschutzscheibe und großzügig verkleidete Radhäuser, in denen 20-Zoll-Felgen mit 245/55R20-Pneus Platz finden, kennzeichnen das Exterieur des 1,90 Meter breiten Bevel.
Die Vorteile des asymmetrischen Konzepts sollen vor allem beim Arrangement der Türen deutlich werden. Die Fahrertür mit großzügig geschnittenem Seitenfenster ist extrem lang und schwenkt an einem komplexen System aus vier Streben in zwei Stufen nach oben. Die hintere Seitenpartie ist bis auf einen kleinen, horizontalen Fensterschlitz voll geschlossen, das soll neugierige Blicke ausschließen. Andere Situation auf der Beifahrerseite: Hier befinden sich zwei Einstiegspforten, wobei die hintere - an der C-Säule angeschlagen - gegenläufig öffnet und eine 1,72 Meter lange Öffnung freigibt. Die einteilige Heckklappe steht im geöffneten Zustand fast 1,90 Meter über dem Boden.
Für Unterhaltung während der Fahrt ist der Bevel mit allem ausgestattet, was die Technik derzeit bietet. Die zweite Zone läuft unter der Bezeichnung Kommandozentrale. Sie soll den Fahrer über ein voll digitalisiertes Cockpit und verschiedene Bildschirme mit der Außenwelt verbinden. Die an den äußeren Ecken postierten LCD-Monitore übertragen die Bilder der Außenbordkameras. Die Bildformate und Schriftbilder des großen Hauptmonitors sind sogar variierbar. Es gibt fünf Hauptmenüs: Fahrzeugstatus, Klima, Navigation, Entertainment und Home. Ein Entertainment-Programm gewährt Zugang zu Telefoneinstellungen, Wetter- und Verkehrsnachrichten, zum Internet und zum persönlichen E-Mail-Account. Musikfreunde erhalten Links zum Satelliten-Radio, zur MP3-Schnittstelle, zum CD-Spieler und zu den integrierten Lautsprechern.
Der dritte Lebensbereich im Nissan Bevel ist die Nutzfahrzeug-Zone. Der Beifahrersitz und die hinteren Stühle sind dank eines Rahmens aus Aluminium leicht umzulegen. Die Rückseiten der Sitze sind sogar mit dem gleichen Material wie der Ladeboden bezogen, so dass auch optisch eine durchgehende und glatte Ladefläche entsteht. Der Boden selbst besteht aus laminiertem, recyceltem Walnussholz. (ar/sb) |