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Studie belegt: Abwrackprämie hat Leben gerettet |
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Monday, 11. July 2011 |
 | | Es hat sich gelohnt. Foto: AvD / ar.NET | | |
Staatliche Programme zur Erneuerung der Autoflotten ("Abwrackprämie") in den USA, Frankreich und Deutschland haben Verbesserungen bei Umweltschutz und Verkehrssicherheit erreicht - die Möglichkeiten aber längst nicht ausgeschöpft.
Staatliche Programme zur Erneuerung der Autoflotten ("Abwrackprämie") in den USA, Frankreich und Deutschland haben Verbesserungen bei Umweltschutz und Verkehrssicherheit erreicht - die Möglichkeiten aber längst nicht ausgeschöpft. Das ist das Fazit einer neuen Studie des Weltverkehrsforum (International Transport Forum) der OECD und der FIA Foundation.
Die Studie untersucht die Auswirkungen auf die CO2- und NOx-Emissionen bei denen in Deutschland Frankreich und den USA 2,8 Millonen Altwagen im Rahmen von Abwrack-Programmen gegen Neuwagen ausgewechselt wurden.
In den USA führten die gezielten Anreize zwar zu positiven Ergebnissen durch Kraftstoffeinsparungen. Jedoch waren diese Anreize nicht optimal auf Verbrauchsverbesserung oder den Schadstoffreduzierung abgestimmt. In Deutschland wurden viele Kleinwagen gegen Mittelklassefahrzeuge eingetauscht, was die Wirksamkeit reduzierte. In Frankreich profitierte die Wirksamkeit von einem CO2-Limit als Teil der Typenzulassung für Neuwagen.
Mit Blick auf eine Verbesserung der Verkehrssicherheit durch modernere Autos ergibt sich für die Experten folgendes Bild: In den USA dürfte das dortige Abwrackprogramm rund 2800 schwere Verletzungen vermeiden helfen, davon 40 mit tödlichem Ausgang. In Deutschland gehen die Experten von 60 Verkehrstoten und 6100 Schwerverletzten weniger infolge der Abwrackprämie aus. Für Frankreich werden lediglich 330 Schwerverletzte weniger veranschlagt, von denen 20 gestorben wären.
Zusammenfassend wird festgestellt: Abwrackprämien bieten zwar das Potenzial, Ziele wie die Verringerung von Schadstoffemissionen zu erreichen. Sie haben dies jedoch aufgrund ihrer Ausgestaltung nicht in dem möglichen Maß getan. Auch deuten die Ergebnisse der Untersuchung darauf hin, dass die Bevorzugung von CO2-Reduktionszielen gegenüber der Verminderung anderer Emissionen und verbesserter Verkehrssicherheit insgesamt zu geringerer Kosteneffizienz und einem niedrigeren gesellschaftlichen Nutzen führt.
"Staatliche Hilfen für den Autotausch bringen nur echten Nutzen, wenn die Maßnahmen sorgfältig ausgestaltet werden", erklärte Jack Short, Generalsekretär des Weltverkehrsforums, "Wir hoffen, dass vergleichende Studien wie diese dabei helfen, dass Länder, die ähnliche Programme erwägen, die für sie richtige Lösung finden." (ar.NEZ/UM) |