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Kommentar: Vergilbtes Grün bei der Dienstwagenwahl |
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Monday, 25. July 2011 |
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Mit seiner grün gefärbten weltanschaulichen Orientierung trägt so mancher sein Kreuz. Nämlich immer dann, wenn er in die missliche Situation gerät, Farbe zu seinem Nachteil bekennen zu müssen.
Mit seiner grün gefärbten weltanschaulichen Orientierung trägt so mancher sein Kreuz. Nämlich immer dann, wenn er in die missliche Situation gerät, Farbe zu seinem Nachteil bekennen zu müssen. Solches Dilemma ist über die neue Landsregierung Baden-Württembergs gekommen. Grün regiert. Und schon wird´s bei der Dienstwagenwahl kompliziert. Grüne Sympathien fürs Auto sind bekanntlich weithin Fehlanzeige. Die Losung heißt: Aufs Fahrrad schwinge Dich, Du verwöhntes deutsches Autovolk!
Aber soll etwa auch der erste grüne Ministerpräsident mit einem Fahrrad vorliebnehmen, besonders werbewirksam etwa mit einem elektrisch unterstützen Pedelec unterwegs sein - Will sich der grüne Landesvater lieber doch den Luxus gönnen, mit einem smart-Zweisitzer vorzufahren - Nichts von alldem! Die grüne baden-württembergische Landesregierung ahnt wohl irgendwie, was sie dem regierten Autoland mit der weltweiten Stuttgarter Markenware Daimler/Mercedes und Porsche schuldig ist. Da können Dienstwagen nicht einfach auf die Streichliste kommen, die weltweit als Symbol deutscher Automobilbaukunst gelten: Automobile der Premium-Liga.
Zunächst nutzte Ministerpräsident Kretschmann den gepanzerten Mercedes seines Amtsvorgängers. Doch das ist keine Dauerlösung mit grünem Siegel. Inzwischen sieht es ganz so aus, als orientiere sich die neue grüne Landesregierung in Baden-Württemberg bei der Wahl ihrer Dienstwagen letztlich an einer willkommenen Wahrheit, die da heißt: Der Kraftstoffverbrauchs eines Pkws hängt ganz wesentlich von der Fahrweise ab. Soll heißen: Auch eine S-Klasse von Mercedes, ein Audi A8 oder ein Siebener BMW kann mit relativ wenig Kraftstoff auskommen, wenn nur die bevorzugte Fahrweise diesem Anliegen anhaltend Rechnung trägt. Das müsste doch hinzukriegen sein!
In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hieß es, die baden-württembergische Landesregierung habe sich "schon mal verständigt", dass "die Fahrer der Politiker einen Kurs im spritsparenden Fahren belegen sollen". Lehrgang absolviert. Alles gut, na bitte. (ar.NET/Wolfram Riedel) |