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Kommentar: Pkw-Maut. Merkel macht schon wieder kehrt |
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Sunday, 28. August 2011 |
 | | Verführung pur: Immerhin sind Brücken für die Mauterhebung schon lange erfolgreich bei der Arbeit ... Foto: Toll Collect/ar.NET | | |
Ihre Übung wird zum Verhaltensstandard. Immer öfter offenbart sich Angela Merkel als Wende-Kanzlerin. Denn die Fälle mehren sich, dass sie verkündet, das eine oder andere sei mit ihr nicht zu machen.
Ihre Übung wird zum Verhaltensstandard. Immer öfter offenbart sich Angela Merkel als Wende-Kanzlerin. Denn die Fälle mehren sich, dass sie verkündet, das eine oder andere sei mit ihr nicht zu machen. Beruhigungspillen fürs Volk! Doch nach ein paar rhetorischen Umleitungen nähert sie sich dann doch Themen, die für sie angeblich nicht zur Debatte stehen. Beispiel Pkw-Maut.
Bislang war Merkel strikt dagegen. Jetzt aber komme das Thema auf den Tisch, weil es die CSU wolle. Ihre persönliche Haltung bringt sie nur noch in abgeschwächter Form an den Mann: Sie sehe es "kritisch", wenn Autofahrer, die schon genug für den Straßenbau und allgemeinen Bundeshaushalt beitrügen, jetzt auch noch zusätzlich für verbesserte Straßen zahlen sollen, erklärte sie der "Bild am Sonntag".
Inzwischen aber hat die Bundeskanzlerin ja Übung im "Nachbessern" ihrer Ansichten. Das geht nicht von heute auf morgen, aber selbst für einen so historischen Schritt von der verabschiedeten Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke bis hin zur Billigung des totalen Atomausstiegs der Bundesrepublik genügten wenige Monate. Da braucht man sich mit dem vergleichsweise lächerlichen Thema Pkw-Maut nicht lange aufzuhalten. Wie sagt Frau Merkel doch so gern - Das, wo für sie stehe, sei "alternativlos". Ende der Debatte. So leicht kommt die Demokratie unter die Räder. (ar.NET/Wolfram Riedel) |