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Kommentar: In China ist das Auto der Star
Thursday, 21. April 2011
Peter Hartmann. Foto: UnitedPictures/ar.NET
Peter Hartmann. Foto: UnitedPictures/ar.NET
 
Auf der "Auto Shanghai 2011" wird deutlich welche Strahlkraft das Auto hat. China ist der Markt, auf dem die Premium-Marken ihren Erfolg auskosten können.

Auf der "Auto Shanghai 2011" wird deutlich welche Strahlkraft das Auto hat. China ist der Markt, auf dem die Premium-Marken ihren Erfolg auskosten können. Audi, BMW und Mercedes-Benz fahren satten Wachstum ein: Die deutschen Konzernmarken konnten auf dem chinesischen Markt ihren Absatz im ersten Quartal 2011 um 30 Prozent erhöhen. Die Fahrt auf der Überholspur ist noch längst nicht zu Ende, glaubt man den positiven Prognosen mit ihrem wachstumsstarken Trendansagen. Status und Leistung haben in China einen anderen Stellenwert als in Europa. Fakt ist, dass der Pkw-Markt in China in 2010 um mehr als ein Drittel auf knapp 11,3 Millionen gestiegen ist. Damit konnte sich der Absatz in den vergangenen zwei Jahren annähernd verdoppeln. China hat für die Automobilhersteller eine enorme Bedeutung, so haben die deutschen Konzernmarken im ersten Quartal 2011 über 112.000 Neuwagen oder 21 Prozent mehr als auf dem deutschen Inlandsmarkt im gleichen Zeitraum abgesetzt. Werden die Steigerungen in den kommenden fünf Jahren in China nicht so rasant nach oben schnellen wie in den vergangenen Jahren, so wird der Absatz in Europa immer schwacher. Dagegen fangen in Zukunft Märkte wie China, Indien, Südamerika und Russland die Produktionsvolumen auf. Da freuen wir uns, dass die Premium-Modelle der deutschen Marken im Land des Lächelns einen guten Ruf haben, obwohl auch in diesem Segment der Wettbewerb hart ist. Dennoch haben ein Drittel der 2010 zugelassenen Premium-Modelle ein deutsches Markenzeichen. Ein Beispiel: Von den insgesamt 7.500 gebauten VW Phaeton wurden in 2010 rund 3.300 Einheiten in China verkauft. Heute ist schon klar, dass Volkswagen einen Nachfolger des Phaeton bringen wird. Gut so, denn dies sichert ja auch wieder Arbeitsplätze in der Gläsernen Manufaktur in Dresden. Und für den neuen Audi A8, der seit März 2011 angeboten wird, haben sich schon etwa 1.600 Chinesen entscheiden. Auch für Mercedes-Benz entwickelten sich die Verkäufe in China dynamisch. Hier lag der Absatz mit 42.990 Einheiten im ersten Quartal 2011 auf Rekordniveau, der Zuwachs von rund 78 Prozent war der höchste unter den Premium-Wettbewerbern. Der Premium-Markt wächst in China schneller als der Gesamtmarkt. Von solch schönen Trends können europäische Märkte nur träumen. Geht man in Shanghai über die Messe, die heute die wichtigste asiatische Auto Show ist, so wird man von positiven Trends nur so erschlagen. Glanz und Glamour ist gefragt. Für Porsche ist China nach den USA der zweitgrößte nationale Markt, erst dann kommt Deutschland - aber immerhin. Die Werte des sozialen Status sind in China eben ein anderer als in Deutschland. Wer in Shanghai und Peking etwas auf sich hält, der fährt ein deutsches Auto. Und gerade der Volkswagen Konzern kann mit einem breiten Angebot von Luxury Cars von Marken wie Porsche, Lamborghini und Bentley ganz besonders stark auftreten. Das Volkswagen den neuen Beetle, Audi den Q3 und Mercedes-Benz einen Ausblick auf die neue A-Klasse gerade in Shanghai gibt, hat seine Gründe. In Zukunft werden die reichen Chinesen nicht nur Phaeton, A8 oder S-Klasse fahren, nein auch das Premium-Kompaktmodell aus Deutschland wird immer gefragt - Ende des Jahres verkauft Audi den A1 in China. Klein, aber fein ist in China angekommen. (ar.NET/Peter Hartmann)
 
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