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EU will Lautstärke von Fahrzeugen senken
Monday, 23. January 2012
Auspuff- und Reifengeraeuschen geht es nach dem Willen der EU an den Kragen. Foto: United Pictures.com/ar.NET
Auspuff- und Reifengeraeuschen geht es nach dem Willen der EU an den Kragen. Foto: United Pictures.com/ar.NET
 
Mit einer neuen Initiative will die EU-Kommission den Autolärm verringern. Vorgesehen ist, die Fahrzeuggeräusche um ein Viertel zu reduzieren und die Maximallautstärke von Pkw innerhalb sieben Jahren von 74 auf 68 Dezibel zu senken, berichtet die "Wirtschaftswoche".

Mit einer neuen Initiative will die EU-Kommission den Autolärm verringern. Vorgesehen ist, die Fahrzeuggeräusche um ein Viertel zu reduzieren und die Maximallautstärke von Pkw innerhalb sieben Jahren von 74 auf 68 Dezibel zu senken, berichtet die "Wirtschaftswoche". Im Auge hat die Behörde dabei vor allem Sportwagenhersteller. Sie sollen ihre Modelle deutlich leiser machen. Allerdings ist für sie eine Sonderregel geplant. Liegt das Leistungsgewicht bei über 150 Kilowatt je Tonne, sind bis zu 69 Dezibel zulässig. Nach Angaben des Verbandes der deutschen Automobilindustrie würde dies für fünf Prozent der in Europa angebotenen Sportwagenmodelle gelten.In Deutschland hält sich die Begeisterung über den Vorschlag in Grenzen. Einige Automobilhersteller stören sich an den Werten und das Bundesverkehrsministerium ist verärgert, da die Bundesregierung erst im Sommer einen eigenen Vorschlag zur weltweiten Lärmbekämpfung bei der Wirtschaftskommission für Europa (ECE) der Vereinten Nationen eingebracht habe. Ein erneuter Vorschlag, diesmal auf europäischer Ebene, mache nach Ansicht des Ministeriums wenig Sinn.Es waren drei abgestufte Vorgaben vorgeschlagen worden: 68 Dezibel für Kleinwagen mit einem Leistungsgewicht bis zu 120 Kilowatt pro Tonne, 70 Dezibel für Autos bis zu 160 Kilowatt je Tonne und 73 Dezibel für Fahrzeuge über 160 Kilowatt je Tonne. Als Zeitraum zur Umsetzung waren zehn Jahren angedacht. Neben den Vorgaben für Pkw enthält der neue Vorschlag auch Auflagen für Busse und Lkw. Jedoch sei die geplante Lärmreduzierung für Brummis geringer als für Autos, obwohl sie derzeit rund die Hälfte des Verkehrslärms verursachten. Auch Motorräder seien nicht erfasst. Dies sorgt für weitere Kritik, berichtet das Blatt.Für Elektro- und Hybridautos wünscht man sich hingegen etwas mehr "Lärm". Die EU-Kommission plädiert dabei für akustische Systeme, die Fußgänger auf die Fahrzeuge aufmerksam machen. Allerdings sei den Herstellern diese Ausstattung selbst überlassen. (ar.NET/br)
 
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