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Der neue Honda Civic gefällt mit 18 und mit 80
Monday, 21. November 2011
Die Sitzflächen der Rücksitze könne hochgeklappt werden für einen tifen Laderaum. Foto: Honda/ar.NET
Die Sitzflächen der Rücksitze könne hochgeklappt werden für einen tifen Laderaum. Foto: Honda/ar.NET
 
Was für Volkswagen der Golf, ist der Civic für Honda. Die Japaner haben die 9. Generation ihres Bestsellers auf der IAA im September der Weltöffentlichkeit vorgestellt, die wir jetzt an der spanischen Südküste erstmals fahren durften und die Ende Januar beim traditionellen Honda-Händler-Frühstück in den Handel kommt.

Was für Volkswagen der Golf, ist der Civic für Honda. Die Japaner haben die 9. Generation ihres Bestsellers auf der IAA im September der Weltöffentlichkeit vorgestellt, die wir jetzt an der spanischen Südküste erstmals fahren durften und die Ende Januar beim traditionellen Honda-Händler-Frühstück in den Handel kommt. Hatte der Vorgänger mit seinen teils spitzen Formen und der sportlichen Raubeinigkeit noch polarisiert, so trifft der Nachfolger durchgehend auf Anerkennung und Begeisterung. Wie die Japaner das geschafft haben - Sie haben konsequent die Wünsche ihrer Kunden befolgt! Und so ist ein Civic entstanden, der keinen Deut weniger sportlich, aber deutlich komfortabler und erwachsener geworden ist. 7.500 Einheiten hat Honda vom alten Civic in diesem Jahr verkauft. Der neue soll 2012 die doppelte Stückzahl bringen. Zielgruppe. Jung und Alt - gefällt mit 18 und mit 80. Einstiegspreis: ab 16.950 Euro.Keine Designspielereien Die äußere Form wurde von den Honda-Aerodynamikern entwickelt, die ihr Handwerk in der Formel 1 gelernt haben. Ergebnis: Ein sensationeller cw-Wert von 0,27, (12,6 % Verbesserung), zu dem auch der senkrecht stehende Heckwischer beiträgt. Keine Design-Spielereien, sondern klare technisch bedingte Linien mit einer dynamisch flachen Front und einem bulligen Heck. Insgesamt sportlich, aber trotzdem mit großen Fensterflächen. Sogar das markante Stück Heckscheibe unter dem Heckspoiler wurde vergrößert und erlaubt jetzt einen schlierenfreien Blick auf den nachfolgenden Verkehr. Wer am Heck nach Auspuffrohren sucht, sucht vergeblich. Die Rohre enden hinter dem Stoßfänger verdeckt und blasen auf den Asphalt.Hochwertiges im InnenraumIm Innenraum wurde viel Wert auf hochwertige Materialen gelegt, die sich auch in den Bereichen "gut anfassen", wo nur das Auge hin reicht. Die Instrumentierung ist äußerst kompakt. Durch den Lederlenkradkranz sind die Rundinstrumente für Drehzahl, Tank und Temperatur gut zu erkennen, darüber "schwebt" die digitale Anzeige für die Geschwindigkeit, flankiert von zwei Farbkeilen, deren Farbe sich durch ökonomische Fahrweise beeinflussen lässt. Licht und Scheibenwischer werden über zwei Lenkradhebel rechts und links bedient. Klimaanlage, Navi und Audiosystem sind in der Mitte angeordnet, sodass auch der Beifahrer alles problemlos bedienen kann.RaumwunderDer Kofferraum lässt sich durch Umlegen der Rücksitze (2:1) von schon sehr ordentlichen 477 Litern auf 1.388 Liter mit durchgehend glatter Ladefläche vergrößern. Wer die Sitzfläche der "Magic Seats" nach hinten hochklappt, erhält hinter den Vordersitzen einen tiefen Laderaum für Terrassen-Kübelpflanzen oder zwei aufrecht stehende Mountainbikes, die man vorher allerdings per Schnellspannhebel von den Vorderrädern befreien muss. Möglich wird dieses Raumwunder durch die Lage des Tanks im Boden unter den Vordersitzen.Das Wichtigste steckt unterm BlechDie wichtigste Weiterentwicklung steckt aber unter dem Blech: Eine völlig neu konstruierte Verbundlenkerachse, die mit längeren Federwegen und härteren Dämpfern den neuen Civic endlich vom Rumpeln und Poltern auf schlechter Wegstrecke befreit hat. Unter der Haube gibt es auch etwas Neues: einen agilen 2,2-Liter-Diesel mit zehn PS mehr Leistung und zehn Prozent weniger CO2 Ausstoß. Die beiden Benziner (1,0 und 1,8 Liter) sind vom Vorgänger bekannt, werden aber auch weiterentwickelt und sollen demnächst ausgetauscht werden.Ein Piep, dann wird gebremstAuf der Fahrt über spanische Autobahnen mit tiefstehender Wintersonne konnten wir das in diesem Segment erstmalig serienmäßige Temporegelsystem mit Abstand- und Notbremssystem kennenlernen. In der gleißenden Sonne waren die Bremslichter vor uns nicht zu erkennen. Der Civic piept zweimal und bremst automatisch, sodass wir nach einem Blick in den Rückspiegel sicher auf die Nebenfahrbahn wechseln konnten. In Deutschland wird es den Civic vorerst nur als Fünftürer geben. Dabei sind die hinteren Türen mit den à la Alfa Romeo und SEAT in den Fensterrahmen integrierten Türgriffen ohnehin kaum zu erkennen. Später soll ein Tourer oder Aero-Deck folgen. (ar.NET/Udo Magnussen)
 
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